Statement
Wohnungsbau: Genehmigungszahlen steigen, Bedarf bleibt
Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen für die Baugenehmigungen im März 2026 kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:
„Im März genehmigten die Behörden den Bau von 21 800 Wohnungen, 11,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Genehmigungszahlen steigen weiter, das ist ein ermutigendes Signal. Der Positivtrend des vergangenen Jahres setzt sich fort.
Wir warnen aber ausdrücklich davor, in Euphorie zu verfallen. Wenn wir den Bedarf im Land decken wollen, mussten mindestens 10.000 Genehmigungen zusätzlich reinkommen – und das pro Monat.
Die kürzlich veröffentlichten ifo-Daten zeigen es: Das Geschäftsklima im Wohnungsbau ist im April auf den schlechtesten Wert seit vier Jahren eingebrochen. Jede nicht gebaute Wohnung verschärft die Wohnungskrise. Wir häufen ein immenses Defizit auf, das wir kommenden Generationen hinterlassen.
Lieferketten werden fragiler, Finanzierungskosten bleiben hoch, die geopolitische Unsicherheit verunsichert Bauherren und Investoren. Eine Genehmigung ist noch kein Spatenstich und erst recht keine fertige Wohnung. Bauwillige sind auf verlässliche Rahmenbedingungen und eine langfristige Verstetigung der Förderung angewiesen, damit aus dem Trend echte Wohnungen werden."







