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Baukonjunktur

Die Baukonjunktur ist eine der wichtigsten Konjunkturstützen der deutschen Volkswirtschaft. Das gilt auch mit Blick auf die Konjunkturbilanz im Jahr 2019: Der Aufschwung in der Bauwirtschaft hält im neunten Jahr an. Demnach hat der Umsatz in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe bei 135 Mrd. Euro gelegen. Dies waren fast 8,5 Mrd. Euro mehr als in 2018. Dies ist letztlich eine Gegenreaktion auf die 15 Jahre anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in die Infrastruktur und im Wohnungsbau, die zu einem immensen Investitionsstau geführt hat, den die Bauwirtschaft nun sukzessive abarbeitet.

Baugewerbe hat in 2020 die Gesamtkonjunktur gestützt

Die Jahresbilanz für 2020 zeigt: Im "Corona-Jahr" hat die Bauwirtschaft die Gesamtkonjunktur der Volkswirtschaft gestützt. Während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in den ersten drei Quartalen preisbereinigt um 5,8 % zurückging, legte sie im Baugewerbe real um 2,0 % zu. Während die Gesamtzahl der Erwerbstätigen von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 % sank, konnte das Baugewerbe im gleichen Zeitraum eine Zunahme von 1 % verzeichnen.

Mit einem Umsatzplus von 3,0 % und einer erwarteten Preissteigerung von 2,5 % verbleibt für das Jahr 2020 noch ein leichtes reales Plus von 0,5 %. Hierbei zahlt sich aus, dass die Branche mit außerordentlich hohen Auftragsbeständen in das Jahr gestartet ist. Der Blick für das Jahr 2021 fällt allerdings verhalten aus. Es ist mit einer nominalen Stagnation der baugewerblichen Umsätze auf dem Niveau des Jahres 2020 zu rechnen, unter Berücksichtigung der Preise ergibt sich damit ein reales Minus von 2 %.

 

Konjunkturprognose 2021

Insgesamt rechnen wir in 2020 mit einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,5 % auf 145 Mrd. Euro.