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Baukonjunktur

Die Baukonjunktur ist eine der wichtigsten Konjunkturstützen der deutschen Volkswirtschaft. Das gilt auch mit Blick auf die Konjunkturbilanz im Jahr 2019: Der Aufschwung in der Bauwirtschaft hält im neunten Jahr an. Demnach hat der Umsatz in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe bei 135 Mrd. Euro gelegen. Dies waren fast 8,5 Mrd. Euro mehr als in 2018. Dies ist letztlich eine Gegenreaktion auf die 15 Jahre anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in die Infrastruktur und im Wohnungsbau, die zu einem immensen Investitionsstau geführt hat, den die Bauwirtschaft nun sukzessive abarbeitet.

Solide Konjunkturbilanz 2019

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Wohnungsbau in 2019 gut 49 Mrd. Euro; (+5,1%), im Wirtschaftsbau 49,2 Mrd. Euro; (+9%) und im öffentlichen Bau 36,6 Mrd. Euro; (+5,8%).

Um mit der Nachfrage nach Bauleistungen Schritt zu halten, haben die Bauunternehmen weitere Beschäftigte eingestellt. Gegenüber 2018 haben wir unsere Belegschaften um ca. 33.400 Mitarbeiter auf insgesamt ca. 870.000 Beschäftigte erhöht (+4 %). Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es nur noch ca. 705.000 Beschäftigte

Die Bauwirtschaft treibt ihre Investitionen in Ausrüstungen stärker voran als die übrigen Wirtschaftsbereiche. Seit 2010 hat sie ihre realen Investitionen in Ausrüstungen und Maschinen kontinuierlich mehr als verdoppelt. Wir verzeichnen in 2019, wie bereits im Vorjahr, eine Auslastung unserer Maschinen und Geräte bei 80 %. Der skizzierte Investitionsstau gibt Anlass, auch weiter nachhaltig in Maschinen und Geräte zu investieren. Allerdings muss dafür auch der politische Wille erkennbar sein, für eine Verstetigung der Rahmenbedingungen – also der Nachfrage - zu sorgen.

Konjunkturprognose 2020

Insgesamt rechnen wir in 2020 mit einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,5 % auf 145 Mrd. Euro.