Deutsche Meisterschaft 2017 der Maurer

Der 21jährige Jens Behrens aus Scheeßel (Niedersachsen) ist deutscher Meister der Maurer und erhielt bei der diesjährigen, 66. Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen eine Goldmedaille. Die Silbermedaille errang Moritz Uder (22) aus St. Ingbert (Saarland) und Bronze erhielt Philipp Wiesenthal (23) aus Neumünster (Schleswig-Holstein).

14. November 2017 - Die Maurer hatten zwei Wände zu erstellen, wobei aus Klinkermauerziegeln in diversen Farbgebungen und auf unterschiedlichen Mauerwerksebenen zwei Motive abgebildet werden. Bezugnehmend auf den Veranstaltungsort und das Veranstaltungsjahr sind das das Sigmaringer Schloss und die Jahreszahl 2017 zu sehen.

Die Freude bei Jens Behrens war groß. „Die Aufgabe war machbar, aber anspruchsvoll. Ich musste den Wettbewerb konzentriert und zügig durchziehen“. Jens Behrens ist bereits der zweite Bundessieger in der Familie Behrens. Der ältere Bruder Dennis hatte vor drei Jahren im Wettbewerb der Betonbauer die Goldmedaille geholt und war 2015 Vize-Weltmeister geworden. „Das hat mir schon geholfen. Dennis hatte Tipps zum Wettbewerb an sich für mich“. Behrens ist im elterlichen Betrieb, der BECO Hoch- und Ingenieurbau GmbH & Co. KG, ausgebildet worden.

Moritz Uder freute sich über die Silbermedaille: „Das Material im Wettbewerb war für mich sehr ungewohnt. Ich arbeite sonst viel mit Kalksandstein und nicht so viel mit Ziegeln. Daher hatte ich nicht mit diesem Erfolg gerechnet.“ Uder hat seine Ausbildung bei der Bauunternehmung Peter Brengel GmbH absolviert.

Mit einem Lächeln im Gesicht erklärte Philipp Wiesenthal: „Ich bin schon ziemlich glücklich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auf das Podest komme.“ Der Student im dritten Semester hatte schon länger nicht gemauert. „Aber ich hatte eine gute Ausbildung. Daher passte es dann doch so gut.“ Wiesenthal ist bei der Schartner Bau GmbH in Neumünster ausgebildet worden.

65 Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben bei der Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen, die vom 11.-13. November 2017 in Sigmaringen stattfand, um die begehrten Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gekämpft. Der Wettbewerb, veranstaltet vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, fand im Ausbildungszentrum Bau Sigmaringen statt. Beton- und Stahlbetonbauer, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer, Straßenbauer, Stuckateure, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer sowie Zimmerer zeigten während der ein- bis dreitägigen Wettbewerbe Bestleistungen. Es war der 66. Wettbewerb dieser Art. Zugelassen waren die Landessieger in den jeweiligen Berufen.

„Unsere gut ausgebildeten Nachwuchskräfte haben sich den Wettbewerben gestellt und herausragende Leistungen erbracht. Das beweist einmal mehr, wie hochwertig unsere Ausbildung im Baugewerbe ist“, erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe. „Grundlage dafür ist das duale Ausbildungssystem, ergänzt um die überbetriebliche Ausbildung. Die jungen Menschen, die Branche und die Bauherren sind die Gewinner dieses bewährten Ausbildungssystems made in Germany, um das uns nach wie vor viele beneiden.“

Die Deutsche Meisterschaft wurde unterstützt von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, der SOKA-BAU sowie der Fa. Stabila. CWS boco kleidete die Wettbewerbsteilnehmer ein. Poroton unterstützte darüber hinaus den Maurer-Wettbewerb.