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Pressemeldung

Baukonjunktur: Großaufträge sorgen für Rekordanstieg bei Aufträgen. Kein Aufschwung in der Breite

Das Bauhauptgewerbe hat den August sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang deutlich über dem Vorjahresmonat abgeschlossen. Der Umsatz stieg real um 4,9 Prozent, der Auftragseingang real um 17,3 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:

„Der kräftige Anstieg beim Auftragseingang geht vor allem auf den Tiefbau (real plus 36,4 Prozent) mit wenigen Großaufträgen in einzelnen Bundesländern zurück, insbesondere in Bayern. Allein der Wirtschaftstiefbau legte um 64 Prozent zu (+1,37 Mrd. €). Mit einem richtigen Aufschwung in der Breite, der die mittelständische Bauwirtschaft mitnimmt, haben wir es leider nicht zu tun.

Besonders deutlich zeigt sich das im Wohnungsbau (Aufträge plus 27,9 Prozent): In Bayern lag der Auftragseingang im Wohnungsbau 62,1 Prozent über dem Vorjahresmonat. Dahinter steckt im Wesentlichen ein einzelner Großauftrag der Bundeswehr für Unterkunftsgebäude. Ohne ihn wären es nominal nur 1,6 Prozent gewesen.

Das wird nicht das letzte Mal sein: Die Bundeswehr hat Rahmenverträge für rund 300 Unterkunfts- und Funktionsgebäude vergeben. Die Wohnungsbauaufträge werden immer wieder ausschlagen, ohne dass sich an der Wohnungskrise im Land etwas ändert.

Zunehmend zum Problem wird, dass Mittel aus dem Sondervermögen in so großen Losen vergeben werden, dass nur noch wenige große Unternehmen mitbieten können. Gleichzeitig hat der Mittelstand noch Kapazitäten. Gerade einmal zu 45 Prozent sind im Hochbau unsere Geräte im Schnitt ausgelastet.“

Umsatz der einzelnen Bausparten

Das größte Umsatzplus der Branche lieferte der Wirtschaftsbau mit nominal 16,5 Prozent, angetrieben vor allem vom Wirtschaftstiefbau (nominal plus 27,6 Prozent). Hier schlagen Infrastrukturprojekte zu Buche. Der öffentliche Bau steigerte seinen Umsatz nominal um 6,7 Prozent.

Der Wohnungsbau dagegen kam kaum vom Fleck: Hier wuchs der Umsatz nominal um lediglich 1,6 Prozent.

Zusätzliche Belastungen ergeben sich aus der Preisentwicklung wichtiger Baumaterialien: Im September lagen die Erzeugerpreise für Betonstahl um 7,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, für Asphaltmischgut um 7,8 Prozent und für Bitumen um 20,8 Prozent.

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Baukonjunktur: Großaufträge sorgen für Rekordanstieg bei Aufträgen. Kein Aufschwung in der Breite

Das Bauhauptgewerbe hat den August sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang deutlich über dem Vorjahresmonat abgeschlossen. Der Umsatz stieg real um 4,9 Prozent, der Auftragseingang real um 17,3 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.