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Konjunkturbericht

Bericht zur Konjunkturentwicklung 2019 und Perspektive 2020

Baugewerbe bleibt Deutschlands Konjunkturstütze; deutlicher Beschäftigungsaufbau.

 

Mit Blick auf das abgelaufene Jahr 2019 ist festzuhalten: Der Aufschwung in der Bauwirtschaft hielt im neunten Jahr an. Dies ist letztlich eine Gegenreaktion auf die 15 Jahre anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in die Infrastruktur und im Wohnungsbau, die zu einem immensen Investitionsstau geführt hat, den die Bauwirtschaft nun sukzessive abarbeitet.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes hat der Umsatz im Bauhauptgewerbe in 2019 in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe bei 135 Mrd. Euro gelegen. Dies waren fast 8,5 Mrd. Euro mehr als in 2019 (+6,7%).

Im Dezember haben die Umsätze im Bauhauptgewerbe noch einmal um 6% zugelegt. Insgesamt fiel das letzte Quartal bei der Umsatzentwicklung aber mit +2% deutlich unter das Tempo der vorangegangenen Quartale zurück.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Wohnungsbau in 2019 gut 49 Mrd. Euro; (+5,1%), im Wirtschaftsbau 49,2 Mrd. Euro; (+9%) und im öffentlichen Bau 36,6 Mrd. Euro; (+5,8%).

Der Auftragseingang legte im Bauhauptgewerbe in 2019 insgesamt um gut 8% gegenüber dem Vorjahr zu. Stabilster Treiber bleibt dabei der Wohnungsbau mit + 9,7%. Aber auch der Wirtschaftsbau kommt auf +8,9%; allerdings bei volatilem Verlauf im letzten Quartal. Im öffentlichen Bau laufen die Order nach einem schwachen letzten Quartal in 2019 bei ca. +6,5% aus.

Um mit der Nachfrage nach Bauleistungen Schritt zu halten, haben die Bauunternehmen weitere 33.400 Mitarbeiter Beschäftigte eingestellt. Die Zahl der Beschäftigten lag nach den Daten des Statistischen Bundesamtes in 2019 bei jahresdurchschnittlich ca. 870.000 Beschäftigten; (+4 %). Für 2020 rechnet der ZDB mit 885.000 Beschäftigten. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es nur noch ca. 705.000 Beschäftigte.

Preisentwicklung verliert an Dynamik

Für 2020 prognostiziert der ZDB insgesamt ein Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,5% auf gut 142 Mrd. Euro. Die Dynamik der Preisentwicklung für Bauleistungen hat sich im Jahresverlauf 2019 von knapp +6 % auf +4,5 % abgeschwächt. Die Fortsetzung dieses abgeflachten Niveaus erwarten wir auch in 2020, sodass der Umsatz real noch um ca. 1 % wachsen wird.

Investitionsanreize müssen verstetigt werden, um weiteren Kapazitätsaufbau zu ermöglichen

Treiber der Entwicklung bleibt der Wohnungsbau. Der für die Fertigstellung von gut 300.000 WE benötigte Kapazitätsaufbau kann allerdings nur fortgesetzt werden, wenn die politischen Rahmenbedingungen dies zulassen. Daher sollte die Bundesregierung sowohl die Förderung durch das Baukindergeld über 2020 hinaus verlängern als auch für eine dauerhafte Anhebung der linearen Abschreibung von 2% auf 3% sorgen.

Obwohl die Budgets hier bereitstehen, treiben die Länder die Planung von Projekten im Bundesstraßenbau offensichtlich nicht mehr zügig voran. So haben die Order im Straßenbau im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr stagniert. Es scheint so, als bremst der Übergang der Auftragsverwaltung zur Autobahn GmbH zum 1. Januar 2021 die Bereitschaft, hier noch groß zu planen und zu investieren. Nachdem die Bauunternehmen gerade im Straßenbau ihre Kapazitäten hochgefahren haben, sehen sie sich nun mit einer Auftragsflaute konfrontiert. Der ZDB fordert daher die Länder auf, zügig weitere Projekte marktreif zu machen. Der Bund muss die entstehenden Planungskosten übernehmen, da die gesetzliche Pauschale von 5% der Baukosten zur Abdeckung der Planungskosten nicht auskömmlich ist. Die Übernahme der Planungskosten durch den Bund darf die Investitionsbudgets allerdings nicht reduzieren.

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Baugewerbe bleibt Deutschlands Konjunkturstütze; deutlicher Beschäftigungsaufbau. Mit Blick auf das abgelaufene Jahr 2019 ist festzuhalten: Der Aufschwung in der Bauwirtschaft hielt im neunten Jahr an. Dies ist letztlich eine Gegenreaktion auf die 15 Jahre anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in die Infrastruktur und im Wohnungsbau, die zu einem immensen Investitionsstau geführt hat, den die Bauwirtschaft nun sukzessive abarbeitet.