Knapp 60 junge Bauhandwerker kämpfen bei der Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen 2018 um Medaillen

67. Bundesleistungswettbewerb findet im Aus- und Fortbildungszentrum Erfurt statt

Bei der Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen 2018 kämpfen rund 60 Nachwuchshandwerker in sieben Einzelwettbewerben um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Die ein- bis dreitägigen Wettbewerbe finden in diesem Jahr im Aus- und Fortbildungszentrum Erfurt des Bildungswerks BAU Hessen-Thüringen e.V. statt und werden zum 67. Mal vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) veranstaltet.

Zugelassen zur Deutschen Meisterschaft sind die Landessieger der Beton- und Stahlbetonbauer, der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, der Maurer, der Straßenbauer, der Stuckateure, der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer sowie der Zimmerer. Um Deutscher Meister im jeweiligen Beruf zu werden, braucht es handwerkliches Geschick und Präzision bei der Ausführung von Tätigkeiten, die für den jeweiligen Beruf typisch sind.

Mit der Deutschen Meisterschaft in den Bauberufen will der ZDB auf das extrem hohe Ausbildungsniveau und die umfangreichen Ausbildungsleistungen im deutschen Baugewerbe aufmerksam machen sowie die besten Nachwuchskräfte fördern. „Die Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften ist eines unserer wichtigsten Anliegen. Denn nur so können wir unser Handwerk sichern und den Anforderungen unserer privaten wie öffentlichen Bauherren dauerhaft gerecht werden!“, erklärte Felix Pakleppa, ZDB-Hauptgeschäftsführer, auf der Deutschen Meisterschaft in Erfurt. „Wir freuen uns, dass die Lehrlingszahlen zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres um solide 2,7 % im Westen, um 7,9 % im Osten angestiegen sind. Das Interesse an der Ausbildung auf dem Bau nimmt zu. Auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist leicht angestiegen und hat sich um 0,7 % auf 12.585 erhöht. Unsere Branche ist aus zwei Gründen attraktiv. Zum einen bieten wir sehr gute Ausbildungsbedingungen, hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten und gut bezahlte Beschäftigungsverhältnisse. Zum anderen trägt unsere Branche eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, denn das deutsche Baugewerbe baut die dringend benötigten Wohnungen und erhält und baut die Infrastruktur in Deutschland“, so Pakleppa weiter.

„Digitalisierung und die technische Ausstattung eines Unternehmens sind wichtig. Wir dürfen jedoch nicht vergessen: Ohne gut ausgebildete Facharbeiter und Ingenieure geht es nicht! Au diesem Grund leistet dieser bundesweite Berufswettbewerb einen hervorragenden Beitrag, die Leistungen unserer gewerblichen Mitarbeiter vorzustellen und gibt damit einen wesentlichen Impuls zur Fachkräftesicherung“, sagte Andres Kley, Vorstandsvorsitzender des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Thüringen.

Die Bauwirtschaft ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland und beschäftigt in rund 70.000 Unternehmen rund 830.000 Beschäftigte. Dabei werden ca. 80 Prozent der Lehrlinge in den inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen des Deutschen Baugewerbes ausgebildet. Fast 35.000 junge Leute absolvieren derzeit ihre Ausbildung in einem der 18 Bauberufe. Die Branche investiert dafür gut 600 Mio. Euro jährlich.

Hauptsponsor der Deutschen Meisterschaft ist die Zertifizierung Bau GmbH aus Berlin. Der Wettbewerb wird darüber hinaus unterstützt von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, der SOKA-BAU sowie der Fa. Stabila.