Stuckateure übergaben großen Bären aus Gips an das Bundesbauministerium in Berlin

Im Rahmen des öffentlichen Abschlusstrainings des Nationalteams des Deutschen Baugewerbes für die Europameisterschaft der Berufe, EuroSkills 2012, im belgischen Spa-Franchorchamps haben die beiden Stuckateure Kadir Uzunsakaloglu (23) aus Ammerbuch und Andreas Schenk (20) aus Ehingen-Altbierlingen, beide Baden-Württemberg, einen zweieinhalb Meter großen Bären an den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung übergeben.

Während des zweitägigen Trainings in Berlin stellten die Stuckateure den Bären fertig und verputzen die Gipsfigur unter den Augen der Öffentlichkeit. Er wird künftig einen Ehrenplatz im Bundesbauministerium bekommen.

Dr. Andreas Scheuer bedankte sich für den Bären und wünschte dem gesamten EM-Team viel Erfolg in Belgien. Er würdigte das hochinnovative deutsche Baugewerbe. „Wir haben gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte im Handwerk, die auch mit ihrer erfolgreichen Teilnahme an internationalen Berufswettbewerben für das deutsche Handwerk werben.“

Im Rahmen des Tages der Offenen Tür am vergangenen Wochenende trainierte das EM-Team öffentlich. Sieben Nachwuchshandwerker in fünf Bauberufen zeigten ihr Können und ihre Fertigkeiten als Beste ihres Faches vor den Augen der Öffentlichkeit. Sie trainierten für den Wettbewerb typische Arbeiten und demonstrierten damit Tätigkeiten ihres Berufs. „Die Bauwirtschaft ist die stärkste Einzelbranche der deutschen Volkswirtschaft und bietet mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Berufen beste Perspektiven und große Aufstiegschancen.“ Erklärte dazu der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa.

Die beiden Stuckateure Kadir Uzunsakaloglu und Andreas Schenk treten als Team bei der EuroSkills 2012 an, die vom 4. – 6. Oktober 2012 im belgischen Spa stattfinden wird. Dazu werden rund 450 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 28 europäischen Ländern in 47 Berufen erwartet.

Die beiden Stuckateure gehören zu den Besten ihres Faches. Uzunsakaloglu ist Deutscher Meister aus dem Jahr 2010, arbeitet als Geselle in einem Stuckateurbetrieb und wollte eigentlich in die Metallbranche. Sein Bruder, ebenfalls Stuckateur, hat ihn dann von dem handwerklich wie kreativen Beruf überzeugt. Und Uzunsakaloglu zeigte überzeugende Leistungen. Kammersieger war sein Ausbildungsziel, Bundessieger bislang sein größer Erfolg. Die EM-Teilnahme ist für ihn mit einem gewissen Stolz verbunden. „Ich darf für Deutschland antreten und werde mein Bestes geben“.

Aber nicht nur Uzunsakaloglu will eine Medaille erreichen, auch sein Teamkollege Andreas Schenk. „Die EM-Teilnahme ist einfach eine tolle Sache. Es ist beruflich und persönlich eins der höchsten Ziele!“, erklärt der Stuckateur, der demnächst die Meisterschule angehen will, um den fast 50jährigen Familienbetrieb in dritter Generation zu übernehmen. „Mir ist der Beruf sozusagen in die Wiege gelegt worden!“