Meister am geringsten von Arbeitslosigkeit betroffen

Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass der Meisterabschluss die beste Voraussetzung zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit ist. Die Erwerbslosenquote für Meisterabsolventen von 2,0 % liegt unter der von Akademikern (2,5 %).

Der aktuell veröffentlichte IAB-Kurzbericht bestätigt abermals die hervorragenden Arbeitsmarktperspektiven beruflich Qualifizierter. Gesellen haben mit rund 5,0 % eine im längerfristigen Vergleich historisch niedrige Arbeitslosenquote. Mitte der 2000er Jahre war sie noch fast doppelt so hoch.

Noch besser sind die Arbeitsmarktperspektiven von Meisterinnen und Meistern. Hier liegt die Erwerbslosenquote bei gerade einmal 2,0 %. Das ist nach volkswirtschaftlich gängiger Definition Vollbeschäftigung. Nicht einmal akademisch Qualifizierte (2,5 % Erwerbslosenquote) erreichen einen besseren Wert. Auch hier ist, wie schon bei den Gesellen, in der Rückschau ein historischer Tiefstand der Erwerbslosenquote festzustellen. Im Jahr 2005 lag die Erwerbslosenquote bei Personen mit Meisterqualifikation noch bei 6,7 % (Hochschulabsolventen 5,4 %).

Die Erwerbslosigkeit bei Meisterinnen und Meistern ist folglich nicht nur geringer als bei Akademikern, sie ist in den vergangenen Jahren auch stärker gesunken.


(Quelle: IAB-Kurzbericht 11/2015 (http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb1115.pdf), Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote in Deutschland 1975 bis 2013 (http://doku.iab.de/kurzgraf/2015/kbfolien11151.pdf))