Durchschnittlich wurden 91,2 % der mineralischen Bauabfälle im Jahr 2012 wiederverwertet.

Bei Boden und Steinen betrug die Verwertungsquote 88 %, bei Bauschutt 95,2 % und bei Straßenaufbruch 98,7 %. Für Bauabfälle auf Gipsbasis betrug die Quote 52,1 % und ist damit deutlich gegenüber der Verwertungsquote von 76,3 % im Jahr 2010 rückläufig. Die übrigen Verwertungsquoten spiegeln hingegen im Wesentlichen das Niveau des Jahres 2010 wider.

Insgesamt fielen im Jahr 2012 rund 142,0 Mio. t mineralischer Abfälle an. Mit 109,8 Mio. t stellten Boden und Steine die größte Abfallfraktion dar, gefolgt 51,6 Mio. t Bauschutt und 15,4 Mio. t Straßenaufbruch. Des Weiteren fielen 14,6 Mio. t Baustellenabfälle sowie 0,6 Mio. t Bauabfälle auf Gipsbasis an.

Trotz dieser positiven Zahlen gibt es vielerlei Probleme: So ist der damit verbundene Prüf- und Dokumentationsaufwand kommunalen Behörden oftmals zu hoch. Sie verzichten daher lieber auf den Einbau von Recyclingbaustoffen. Baustoff-Recyclingunternehmen können aber nur so viel Bauschutt annehmen, wie sie an fertigen Recyclingprodukten vermarkten können. Sollten die Akzeptanzprobleme zunehmen, so wird Bauschutt wieder zunehmend deponiert werden müssen.

Noch drastischer ist die Situation im Bereich von Boden und Steinen. Obgleich zum Massenausgleich der Wiedereinbau von Boden und Steinen in technische Bauwerke ohne Umweltprüfung erlaubt wäre, berichten Straßenbauunternehmen von zunehmendem Bodenaustausch bei Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen. Allerdings nehmen die Deponiekapazitäten rapide ab, sodass sehr große Transportentfernungen die Folge sind. Nach einer Umfrage unseres Verbandes haben sich die Entsorgungskosten von belasteten Böden innerhalb eines Fünfjahreszeitraums bis zu versechsfacht.