Baukonjunktur August 2013: Die Umsatzentwicklung bleibt im August mit minus 1,1% hinter den Erwartungen zurück.

Im August konnte die Umsatzentwicklung nicht an die deutliche positive Entwicklung aus dem Juli anknüpfen. Angesichts der guten Auftragslage in allen Sparten bleibt die Umsatzentwicklung im August mit minus 1,1% zum Vorjahresmonat etwas hinter den Erwartungen zurück.

Kumulativ wurde das Delta beim Umsatz zum Vorjahr von minus 3,2% auf minus 2,9% verkürzt. Insgesamt geht der Aufholprozess nach den witterungsbedingten Behinderungen im ersten Halbjahr weiter.
In den Bausparten zeichnet sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau verfehlte die Umsatzentwicklung das Ergebnis aus dem August 2012 um knapp 3%. Damit konnte der Rückstand zum Vorjahr nicht verkürzt werden und bleibt bei minus 2,5% bestehen was einem Rückstand von 0,5 Mrd. € entspricht.

Auffällig ist, dass die Umsatzentwicklung in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten im gesamten Jahresverlauf deutlich besser verläuft als in den Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten. So zeigt die Monatsentwicklung im August in den größeren Unternehmen wiederum ein deutliches Umsatzplus (+ 3,6%) während bei den kleineren das Ergebnis des Monats bei minus 6,5% liegt. Kumulativ kommen die größeren Unternehmen auf ein Plus von 4% wohingegen die kleineren das Vorjahresergebnis um gut 6% verfehlen. Offensichtlich können die größeren Unternehmen von der anziehenden Bautätigkeit im Bereich der Mehrfamilienhäuser profitieren.

Von den Frühindikatoren gehen im Wohnungsbau weiter positive Signale aus. So halten die Baugenehmigungen ein Plus von knapp 11% zum Vorjahr (gemessen in Baukosten). Im Neubaubereich wurden per August knapp 17.000 WE mehr genehmigt als im Vorjahr. Dazu hat insbesondere der Mehrfamilienhausbereich mit + 14.500 WE beigetragen. Dies unterstreicht den großen Bedarf den es an Wohnraum insbesondere in Ballungsgebieten gibt. Auch der Orderzugang zeigt in den letzten Monaten anhaltend steigenden Zuwachs. Kumulativ liegen die Order stabil um 6% über dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz im Wirtschaftsbau verfehlt im August knapp das Vorjahresergebnis (minus 1,5%.) Kumulativ fehlen zum Vorjahr fast 800 Mio. €, was ca. 30% eines durchschnittlichen Monatsumsatzes entspricht.

Während der Hochbau das Vorjahresergebnis gut gehalten hat, bleibt im Tiefbau der bereits im gesamten Jahresverlauf zu beobachtende schwächere Trend erhalten (August minus 5,5%). Für den Bereich Wirtschaftstiefbau lässt der Auftragseingang allerdings Besserung erwarten. Den dritten Monat infolge fallen hier die Order höher aus als im Vorjahresvergleich.

Der Orderzugang im Wirtschaftshochbau zeigt im August ein Delta zum Vorjahr von 21% auf. Allerdings war der Wert im Vorjahr im historischen Vergleich sehr hoch ausgefallen, sodass hier nicht von einem tendenziellen Einbruch auszugehen ist. Kumulativ liegen die Orderzugänge zum Wirtschaftshochbau exakt auf Vorjahresniveau.

Die Baugenehmigungen zeigen bei den Lagergebäuden in den letzten beiden Monaten deutlich positive Entwicklungen während bei den Fabrikgebäuden noch keine Belebung zu erkennen ist.

Der positive Aufwärtstrend setzt sich im öffentlichen Bau fort. Der Umsatz liegt den dritten Monat infolge über dem jeweiligen Vorjahresmonat. Kumulativ liegt der Rückstand noch bei 2,3%, was etwa 0,35 Mrd. € bzw. ca. 15% eines durchschnittlichen Monatsumsatzes entspricht.

Der positive Trend zeigt sich im Hochbau und im Tiefbau. Der Umsatz im Hochbau liegt bereits über dem Vorjahresniveau. Der im ersten Halbjahr besonders von den witterungsbedingten Behinderungen gekennzeichnete öffentliche Tiefbau weist kumulativ noch ein Umsatzdelta von 3% auf; zum ersten Quartal lag er noch bei 18%. Baugenehmigungen und Auftragseingänge lassen im öffentlichen Bau eine weiterhin positive Umsatzentwicklung erwarten. Insbesondere im schwergewichtigen Tiefbau zeigen die Order einen deutlichen Zuwachs zum Vorjahr.