Die jährliche Lücke zur Finanzierung der Erhaltung und des Betriebes aller Verkehrsträger für alle Gebietskörperschaften in Deutschland beträgt 7,2 Mrd. Euro.

Die Verkehrsministerkonferenz nahm Ende September den Bericht der Kommission „Nachhaltige Verkehrsinfrastrukturfinanzierung“ entgegen, in dem die Lücke von 7,2 Mrd. Euro festgestellt wurde.

Im Fokus der Kommission standen vor allem Fragen der Umsetzung von bisher vorgeschlagenen Instrumenten und Konzepten, wie sie die „Daehre-Kommission“ Ende 2012 zur Finanzierung der Infrastruktur erarbeitet hatte. Die Dahere-Kommission hatte ein jährliches Delta von 7,2 Mrd. € zur Finanzierung der Erhaltung und des Betriebes aller Verkehrsträger bei allen Gebietskörperschaften ermittelt.
Die Bodewig-Kommission sieht die Notwendigkeit, aus den verschiedenen Steuereinnahmen des Verkehrsbereichs (u.a. Kfz-Steuer, Mineralölsteuer) zukünftig deutlich mehr Mittel zur Finanzierung der Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Für die Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel aus den verkehrsbedingten Steuereinnahmen hat sich der ZDB immer wieder eingesetzt.

Was nicht aus dem Haushalt finanziert werden kann, soll verstärkt aus Instrumenten der Nutzerfinanzierung realisiert werden. Hierbei sieht die Kommission Optionen in einer Ausweitung der entfernungsabhängigen LKW-Maut auf alle Bundesstraßen und auch das nachgeordnete Netz. Zudem zieht sie die Einbeziehung von LKW ab 3,5t (bisher 12t) in Betracht. Eine PKW-Maut wird nicht explizit eingerechnet. Die Bahndividende soll darüber hinaus zweckgebunden für den Netzerhalt gebunden werden.

Ab 2017 sollen damit zusätzlich 5 Mrd. € jährlich zur zusätzlichen Finanzierung – für Erhalt und Sanierung – bereitgestellt werden.