Gesucht und gefunden: Deutscher Meister der Straßenbauer kommt aus Niedersachsen

Silber geht nach Sachsen, Bronze nach Bayern: Der 62. Bundesleistungswettbewerb in den Bauberufen, der vom 9. bis 11. November 2013 in Biberach stattgefunden hatte, ist mit der Vergabe der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen beendet worden. Zum 62. Mal wurden die Besten der Besten in sieben Gewerken ausgezeichnet. Deutscher Meister der Straßenbauer ist der 19jährige Janek Döring aus Harsefeld in Niedersachsen. Silber ging an Philipp Wähner (24) aus Erlau (Sachsen); die Bronzemedaille errang Alexander Göck (20) aus Maihingen (Bayern).

„Ich bin froh und ziemlich glücklich“, erklärte der Deutsche Meister Janek Döring nach der Siegerehrung. Er war von Richard Rischkau in Buxtehude ausgebildet worden. „Wir mussten echt Tempo im Wettbewerb zeigen. Alle haben hier mitgezogen, weil sie gewinnen wollten.“ Ebenfalls gut fühlte sich der Silbermedaillengewinner Philipp Wähner, der seine Lehrzeit bei der Manfred Wolff GmbH in Erlau verbracht hat. „Ich wollte vorne mit dabei sein und das war mit dieser Ausgabe gut machbar.“ Für den Drittplatzierten Alexander Göck waren die Deutschen Meisterschaften eine tolle Erfahrung. „Es hat viel Spaß gemacht, alle waren gleich auf. Man muss einfach mitmachen, wenn man diese Chance bekommt“. Göcks Ausbildungsbetrieb war Thannhauser und Ulbricht in Fremdingen.

Die Straßenbauer mussten während des eintägigen Wettbewerbs ein Stück Gehweg erstellen. Dabei waren unterschiedliche Natur- und Betonsteine zu verbauen, u.a. zu einem Mosaik. Außerdem war eine Bordsteinkante einzubauen.

„Heute sind alle Gewinner. Sowohl diejenigen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, als auch diejenigen, die heute Medaillen gewonnen haben. Der deutsche Bau-Nachwuchs ist bestens ausgebildet und für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“ Erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage für den Erfolg ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“

Sponsoren des 62. Bundesleistungswettbewerb waren folgende Unternehmen und Institutionen: BG BAU, Stabila und SOKA-BAU.