Gesucht und gefunden: Deutscher Meister der Maurer kommt aus Schleswig-Holstein

Silber geht ins Saarland, Bronze nach Mecklenburg-Vorpommern: Der 62. Bundesleistungswettbewerb in den Bauberufen, der vom 9. bis 11. November 2013 in Biberach stattgefunden hat, ist mit der Vergabe der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen beendet worden. Zum 62. Mal wurden die Besten der Besten in sieben Gewerken ausgezeichnet. Die Goldmedaille im Maurerhandwerk ging an Vitali Kuhn (26) aus Schwarzenbek in Schleswig-Holstein. Zweiter Bundessieger wurde Sven Jungmann (19) aus Völklingen im Saarland. Auf den dritten Platz kam Marcell Pingel (23) aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern).

Der Goldmedaillengewinner war hocherfreut über seinen Sieg. „Ich wusste, dass es gut lief und hatte gehofft, aufs Podest zu kommen. Aber Gold hatte ich nicht angepeilt. Ich freue mich riesig“, so Vitali Kuhn, ausgebildet von der Fey Bauunternehmen GmbH in Dassendorf. Der Zweitplatzierte Sven Jungmann war über seinen Erfolg eher überrascht. „Alle waren ziemlich gut, trotz der anspruchsvollen Aufgabe. Es hat einfach Spaß gemacht, sich dem Wettbewerb zu stellen.“ Jungmann hat seine Lehrjahre bei der Linnebacher Bau GmbH in Neunkirchen verbracht. Der Bronzemedaillengewinner Marcell Pingel erklärte, dass es für ihn die ganze Zeit gut gelaufen wäre. „Ich habe mir alles gut durchgelesen und habe die Aufgabe mit Ruhe durchgezogen. Daher war mir klar, dass ich vorne mitspiele. Schönes Gefühl!“ Pingels Ausbildungsbetrieb war die Güstrower Klinkerbau GmbH in Güstrow.

Die Maurer mussten während des zweitägigen Wettbewerbs drei Wandmodule errichten. Der linke Teil der halbrunden Wand beinhaltete ein Baggermotiv, im rechten Teil waren die Deutschland-Flagge und die Zahl „13“ für das laufende Jahr abzubilden. Zum Abschluss mussten diese beiden Module durch eine Wand verbunden werden, auf der ein Biber, das Wappentier der Stadt Biberach, zu sehen ist. Dabei ging es vor allem um eine gute Fugenausbildung.

„Heute sind alle Gewinner. Sowohl diejenigen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, als auch diejenigen, die heute Medaillen gewonnen haben. Der deutsche Bau-Nachwuchs ist bestens ausgebildet und für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“ Erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage für den Erfolg ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“

Sponsoren des 62. Bundesleistungswettbewerb waren folgende Unternehmen und Institutionen: BG BAU, Stabila und SOKA-BAU. Der Maurer-Wettbewerb wurde von KS Das Original unterstützt.