Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft bei Böden und Ersatzbaustoffen im Straßen- und Tiefbau

Deutschland verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Schwerpunkt ist die Umsetzung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft, in der aus Abfällen wieder Rohstoffe werden, die dem Wirtschaftskreislauf erneut zur Verfügung stehen.

Die neue Broschüre „Kreislaufwirtschaft Bau“ des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) stellt die Bedeutung der Bau- und Abbruchabfälle für die Kreislaufwirtschaft heraus und beschreibt die notwendigen Rahmenbedingungen, die erforderlich sind, damit die Kreislaufwirtschaft funktioniert.

Mineralische Bauabfälle werden heute nahezu vollständig wiederverwertet und im Stoffkreislauf gehalten. Dadurch werden Deponien entlastet und Primärrohstoffe geschont. 12 Prozent des Bedarfs an Gesteinskörnungen werden inzwischen durch Recycling-Baustoffe gedeckt. Von den 192 Mio. Tonnen mineralischen Bauabfällen, die in 2012 anfielen, wurden 175 Mio. Tonnen bzw. 91 Prozent einer umweltverträglichen Verwertung zugeführt. Mit einer Verwertungsquote von 95,5 Prozent bei den körnigen Fraktionen, für die die EU-Abfallrahmenrichtlinie zukünftig eine mindestens 70-prozentige Verwertung fordert, erfüllt die Kreislaufwirtschaft Bau in Deutschland bereits heute deutlich ambitioniertere Ziele.

„Das ist vorbildlicher Ressourcen- und Umweltschutz.“ Sagte Felix Pakleppa, ZDB-Hauptgeschäftsführer, anlässlich der Veröffentlichung der neuen ZDB-Broschüre. „Umso wichtiger ist es, die Kreislaufwirtschaft weiter zu fördern, statt sie zu beeinträchtigen, wie es im aktuellen Entwurf der sog. „Mantelverordnung“, der die Novellierung von Grundwasserverordnung, Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung sowie die neue Ersatzbaustoffverordnung umfasst, geschieht. Wir fordern, dass Regelungen geschaffen werden, die sowohl den Belangen des Grundwasser- und Bodenschutzes, als auch der Wirtschaftlichkeit Rechnung tragen!“ So Pakleppa.

Die neue ZDB-Broschüre „Kreislaufwirtschaft Bau“ stellt das Spannungsfeld aus Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit anhand zahlreicher Beispiele dar. Sie erhalten die Broschüre „Kreislaufwirtschaft Bau“ bei Ihrem Landesverband oder unter www.zdb.de.