Deutscher Meister 2012 bei den Stuckateuren kommt aus Rheinland-Pfalz

Silber geht nach Baden-Württemberg, Bronze nach Nordrhein-Westfalen.

67 Gesellen, darunter vier junge Frauen, aus neun bauhandwerklichen Berufen haben am dreitägigen Bundesleistungswettbewerb 2012 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes teilgenommen und im Berufs- und Technologiezentrum Bau in Kenn bei Trier in Rheinland-Pfalz um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Die Teilnehmer hatten sich zuvor als Kammer- und Landessieger für die Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk qualifiziert.

Gold bei den Stuckateuren ging an Oliver Kleinmann (25) aus Longkamp in Rheinland-Pfalz, Silber an Timo Müller (19) aus Reutlingen (Baden-Württemberg), und Bronze an Maximilian Petter (20) aus Pulheim, Nordrhein-Westfalen. Während des zweitägigen Wettbewerbs mussten die Stuckateure eine Lichtstele aus zwei Stuckelementen erstellen. Die Rückseite war mit einer Sinuswelle versehen. Auf der Vorderseite mussten mit handwerklichem Geschick Öffnungen für das Licht geschnitten werden.

Der Bundessieger Oliver Kleinmann hatte „nicht direkt“ mit seiner Goldmedaille gerechnet. Für ihn war der Wettbewerb bis zum Schluss offen gewesen. Er fühlte sich nach der Siegerehrung „gut und erleichtert“. Er war von Josef Stein Putz- und Gipsarbeiten GmbH in Morbach ausgebildet worden. „Es ist ein super Gefühl“, so der Silbermedaillengewinner Timo Müller, der vom Stuckateurbetrieb Müller in Reutlingen ausgebildet worden war. „Die Aufgabe hatte es in sich, aber am Ende lief es gut für mich!“, so Müller nach der Siegerehrung. Der drittplatzierte Maximilian Petter, vom Stuckgeschäft Werner Will in Pulheim ausgebildet, war zwar mit seiner Arbeit nicht zufrieden, aber dann mit dem Ausgang des Wettbewerbs doch. „So ein Wettbewerb ist einfach eine Chance für jeden.“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen hatte vom 10. bis 12. November 2012 bei Trier unter der Schirmherrschaft von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz stattgefunden. Anlässlich der Siegerehrung würdigte die Ministerin das Engagement der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: „Handwerkliche Dienstleistungen von guter Qualität und spezielle Arbeiten nach Kundenwunsch kann nur jemand bieten, der gut ausgebildet und eben besser ist als der Durchschnitt. In Zeiten von härterer Konkurrenz ist es besonders lobenswert, wenn sich junge Menschen dem Wettbewerb stellen und sich hierbei durch besonders gute Leistungen auszeichnen.“

Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, zeigte sich von der Leistung des Berufsnachwuchses beeindruckt: „Nur die Besten aus ganz Deutschland können zu diesem Bundesleistungswettbewerb antreten. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass das deutsche Baugewerbe für die Zukunft gut aufgestellt ist. Diese jungen Leute sind unsere Zukunft. Auf sie können wir bauen.“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb wurde unterstützt von Stabila, der SOKA-BAU und der BG BAU.

Die deutschen Meister in den Berufen Fliesenleger, Maurer, Stuckateur und Zimmerer haben die Chance, im Nationalteam des deutschen Baugewerbes bei der nächsten Berufsweltmeisterschaft der „WorldSkills 2013“ um Gold, Silber und Bronze auf internationaler Ebene zu kämpfen. Diese findet vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig statt.