Deutscher Meister 2012 bei den Straßenbauern kommt aus Rheinland-Pfalz

Silber geht nach Nordrhein-Westfalen.

67 Gesellen, darunter vier junge Frauen, aus neun bauhandwerklichen Berufen haben am dreitägigen Bundesleistungswettbewerb 2012 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes teilgenommen und im Berufs- und Technologiezentrum Bau in Kenn bei Trier in Rheinland-Pfalz um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Die Teilnehmer hatten sich zuvor als Kammer- und Landessieger für die Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk qualifiziert.

Bundessieger der Straßenbauer wurde Sebastian Falz (19) aus Kierspe (Rheinland-Pfalz), der zweite Platz ging an Daniel Brinkmann (19) aus Winterberg aus Nordrhein-Westfalen. Da der Drittplatzierte die erforderliche Mindestpunktzahl nicht erreicht hatte, wurden in diesem Wettbewerb nur zwei Bundessieger ermittelt. Insgesamt hatten zehn Straßenbauer am Bundesleistungswettbewerb teilgenommen und mussten während des eintägigen Wettbewerbs einen kombinierten Gehweg erstellen, in den eine ebenerdige Hydrantenkappe eingelassen werden musste. Es waren verschiedene Pflaster- und Mosaiksteine in unterschiedlichen Anordnungen zu verlegen.

„Einfach nur bombastisch“, so bezeichnete der erste Bundessieger Sebastian Falz seine Gefühlslage nach der Siegerehrung und führte weiterhin aus: „Diesen Tag werde ich nicht vergessen!“ Der Straßenbauer, der bei Gebr. Schmidt Bauunternehmen AG in Kirchen-Freusberg ausgebildet wurde, hatte nicht mit dem Sieg gerechnet, für ihn waren zu viele gleich auf. Der Silbermedaillengewinner Daniel Brinkmann zeigte sich erleichtert, den Wettbewerb so gut gemeistert zu haben. „Es war kein Spaziergang, aber es war eine tolle Erfahrung. Sollte man auf jeden Fall mitmachen.“. Er war von Wilhelm König und Söhne in Schmallenberg ausgebildet worden.

Der 61. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen hatte vom 10. bis 12. November 2012 bei Trier unter der Schirmherrschaft von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz stattgefunden. Anlässlich der Siegerehrung würdigte die Ministerin das Engagement der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: „Handwerkliche Dienstleistungen von guter Qualität und spezielle Arbeiten nach Kundenwunsch kann nur jemand bieten, der gut ausgebildet und eben besser ist als der Durchschnitt. In Zeiten von härterer Konkurrenz ist es besonders lobenswert, wenn sich junge Menschen dem Wettbewerb stellen und sich hierbei durch besonders gute Leistungen auszeichnen.“

Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, zeigte sich von der Leistung des Berufsnachwuchses beeindruckt: „Nur die Besten aus ganz Deutschland können zu diesem Bundesleistungswettbewerb antreten. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass das deutsche Baugewerbe für die Zukunft gut aufgestellt ist. Diese jungen Leute sind unsere Zukunft. Auf sie können wir bauen.“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb wurde unterstützt von Stabila, der SOKA-BAU und der BG BAU.

Die deutschen Meister in den Berufen Fliesenleger, Maurer, Stuckateur und Zimmerer haben die Chance, im Nationalteam des deutschen Baugewerbes bei der nächsten Berufsweltmeisterschaft der „WorldSkills 2013“ um Gold, Silber und Bronze auf internationaler Ebene zu kämpfen. Diese findet vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig statt.