Deutscher Meister 2012 bei den Maurern kommt aus Schleswig-Holstein

Silber geht nach Niedersachsen, Bronze ins Saarland.

67 Gesellen, darunter vier junge Frauen, aus neun bauhandwerklichen Berufen haben am dreitägigen Bundesleistungswettbewerb 2012 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes teilgenommen und im Berufs- und Technologiezentrum Bau in Kenn bei Trier in Rheinland-Pfalz um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Die Teilnehmer hatten sich zuvor als Kammer- und Landessieger für die Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk qualifiziert.

Deutscher Meister der Maurer ist Marc Wegener (19) aus Quickborn in Schleswig-Holstein geworden, zweiter wurde Christopher Schmidt aus Lohne (20) (Niedersachsen), Bronze ging an Nico Lauer (21) aus Losheim im Saarland. Insgesamt hatten zwölf Maurer am Bundesleistungswettbewerb teilgenommen und mussten während des zweitägigen Wettbewerbs drei Mauern mit verschiedenen Steinen und Ziegeln erstellen. Dabei war das Wahrzeichen der Stadt Trier, das ehemalige römische Stadttor Porta Nigra, das Logo der HWK Trier und die Jahreszahl 2012 abzubilden.

Marc Wegener, der seine Ausbildung bei Marco Weckbrodt in Quickborn absolviert hatte, zeigte sich überrascht über seinen Bundessieg. „Mit einem Platz auf dem Podest hatte ich ja fast gerechnet, aber nicht ganz oben!“ erklärte er unmittelbar nach der Siegerehrung freudestrahlend. Nun hofft Wegner, dass er sich das begehrte Ticket für die nächste Berufseuropameisterschaft „WorldSkills“ im Juli 2013 in Leipzig holen kann. „Es reizt mich sehr!“ Eine „komplette Überraschung“ war die Silbermedaille für Christopher Schmidt, der bei L. Krämer Bau GmbH & Co. KG in Wietmarschen ausgebildet wurde. „Ich hätte nie damit gerechnet.“ Entsprechend gut und erleichtert fühlte er sich nach dem „ziemlich anstrengenden Wettbewerb“. Ebenfalls als „schwer und durch die vielen Steine und Ziegel als umfangreich“ bewertete Nico Lauer die Wettbewerbsaufgabe. Er hatte sich eher im Mittelfeld gesehen und fühlte sich „einfach gut“ nach der Siegerehrung. Lauer wurde bei der Bauunternehmung F. J. Laux GmbH in Losheim-Hausbach ausgebildet.

Der 61. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen hatte vom 10. bis 12. November 2012 bei Trier unter der Schirmherrschaft von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz stattgefunden. Anlässlich der Siegerehrung würdigte die Ministerin das Engagement der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: „Handwerkliche Dienstleistungen von guter Qualität und spezielle Arbeiten nach Kundenwunsch kann nur jemand bieten, der gut ausgebildet und eben besser ist als der Durchschnitt. In Zeiten von härterer Konkurrenz ist es besonders lobenswert, wenn sich junge Menschen dem Wettbewerb stellen und sich hierbei durch besonders gute Leistungen auszeichnen.“

Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, zeigte sich von der Leistung des Berufsnachwuchses beeindruckt: „Nur die Besten aus ganz Deutschland können zu diesem Bundesleistungswettbewerb antreten. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass das deutsche Baugewerbe für die Zukunft gut aufgestellt ist. Diese jungen Leute sind unsere Zukunft. Auf sie können wir bauen.“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb wurde unterstützt von Stabila, der SOKA-BAU und der BG BAU. Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. hat zudem den Maurer-Wettbewerb unterstützt.

Die deutschen Meister in den Berufen Fliesenleger, Maurer, Stuckateur und Zimmerer haben die Chance, im Nationalteam des deutschen Baugewerbes bei der nächsten Berufsweltmeisterschaft der „WorldSkills 2013“ um Gold, Silber und Bronze auf internationaler Ebene zu kämpfen. Diese findet vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig statt.