Deutscher Meister 2012 bei den Fliesenlegern kommt aus Baden-Württemberg

Silber geht nach Bayern, Bronze nach Brandenburg

67 Gesellen, darunter vier junge Frauen, aus neun bauhandwerklichen Berufen haben am dreitägigen Bundesleistungswettbewerb 2012 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes teilgenommen und im Berufs- und Technologiezentrum Bau in Kenn bei Trier in Rheinland-Pfalz um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Die Teilnehmer hatten sich zuvor als Kammer- und Landessieger für die Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk qualifiziert.

Gold bei den Fliesenlegern ging an Felix Kranz (20) aus Bad Wurzach, Baden-Württemberg; Silber errang Stephanie Billner (22) aus Greding in Bayern und Bronze erhielt Justin-Bianco Zelder (22) aus Hennigsdorf (Brandenburg). Insgesamt hatten acht Fliesenleger am Bundesleistungswettbewerb teilgenommen, darunter zwei Frauen. Während des zweitägigen Wettbewerbs mussten Motive des Weinlandes Rheinland-Pfalz mit der Mosel, grünen Hügeln und einer Weinflasche mit zwei Weingläsern mit Fliesen nachgebildet werden. Durch die vielen Schnitte war die Aufgabe anspruchsvoll.

Bundessieger Felix Kranz fühlte sich „überwältigt“ nach der Siegerehrung. Er sah die Deutschen Meisterschaft als Chance, die man einfach mitmacht. Die Aufgabe hätte leicht ausgesehen, wäre aber durch die vielen Schnitte sehr schwer gewesen. Seine Ausbildung hat Kranz bei der Firma Lang in Bad Waldsee absolviert. Die Silbermedaillengewinnerin Stephanie Bittner aus Bayern hatte einen typisch bayrischen Ausdruck für ihre Gefühle. „Es ist einfach super - ohne Schmarrn!“ erklärte sie offen und ehrlich. Allerdings hatte sie trotz der anspruchsvollen Aufgabe und des engen Zeitplans mit einem guten Platz gerechnet, aber eben nicht mit Silber. Bittner wurde von der Firma Richard Forchheimer in Thalmässing ausgebildet. „Unverhofft“ war der dritte Platz für Justin-Bianco Zelder aus Hennigsdorf, der bei der Brunzel Bau GmbH in Velten seine Ausbildung absolviert hatte. „Jetzt ist alles gut und es ist ein gutes Zeichen für das Handwerk in Brandenburg!“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen hatte vom 10. bis 12. November 2012 bei Trier unter der Schirmherrschaft von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz stattgefunden. Anlässlich der Siegerehrung würdigte die Ministerin das Engagement der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: „Handwerkliche Dienstleistungen von guter Qualität und spezielle Arbeiten nach Kundenwunsch kann nur jemand bieten, der gut ausgebildet und eben besser ist als der Durchschnitt. In Zeiten von härterer Konkurrenz ist es besonders lobenswert, wenn sich junge Menschen dem Wettbewerb stellen und sich hierbei durch besonders gute Leistungen auszeichnen.“

Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, zeigte sich von der Leistung des Berufsnachwuchses beeindruckt: „Nur die Besten aus ganz Deutschland können zu diesem Bundesleistungswettbewerb antreten. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass das deutsche Baugewerbe für die Zukunft gut aufgestellt ist. Diese jungen Leute sind unsere Zukunft. Auf sie können wir bauen.“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb wurde unterstützt von Stabila, der SOKA-BAU und der BG BAU. Karl Dahm & Partner GmbH hat zudem den Fliesenleger-Wettbewerb unterstützt.

Die deutschen Meister in den Berufen Fliesenleger, Maurer, Stuckateur und Zimmerer haben die Chance, im Nationalteam des deutschen Baugewerbes bei der nächsten Berufsweltmeisterschaft der „WorldSkills 2013“ um Gold, Silber und Bronze auf internationaler Ebene zu kämpfen. Diese findet vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig statt.