Deutscher Meister 2012 bei den Beton- und Stahlbetonbauern kommt aus Niedersachsen

Silber geht nach Baden-Württemberg, Bronze nach Bayern.

67 Gesellen, darunter vier junge Frauen, aus neun bauhandwerklichen Berufen haben am dreitägigen Bundesleistungswettbewerb 2012 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes teilgenommen und im Berufs- und Technologiezentrum Bau in Kenn bei Trier in Rheinland-Pfalz um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Die Teilnehmer hatten sich zuvor als Kammer- und Landessieger für die Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk qualifiziert.

Bundessieger der Beton- und Stahlbetonbauer wurde Matthis Rumpke (19) aus Langen in Niedersachsen, zweiter wurde Frieder Reiff (20) aus Neckartenzlingen (Baden-Württemberg); der dritte Platz ging an Jörg Daschner (19) aus Weismain in Bayern. Während des eintägigen Wettbewerbs mussten die Beton- und Stahlbetonbauer eine Fensteraussparung mit schrägen Leibungen und einer Briefkastenaussparung erstellen, die auf dem Bau mit Beton ausgegossen wird. Die Ausgabe war vom Bewertungsausschuss als anspruchsvoll bezeichnet worden.

Matthis Rumpke fühlte sich nach der Siegerehrung „erleichtert“ und gab aber zu, dass er nicht mit seinem Sieg gerechnet hätte. Er hat seine Ausbildung bei Hofschröer GmbH & Co. KG in Lingen gemacht. Der Zweitplatzierte Frieder Reiff zeigte sich leicht enttäuscht, denn er meinte, er wäre am „weitesten mit der Aufgabe gewesen“. Reiff wurde von der Gottlob Brodbeck GmbH Co. KG Straßen- und Ingenieurbau in Metzingen ausgebildet. Nicht einschätzen konnte dagegen der Drittplatzierte Jörg Daschner seine Arbeit und war überrascht vom Platz auf dem Podest. Er fühlte sich „gut“ nach der Siegerehrung. Er kommt aus dem Betrieb dechant hoch- und ingenieurbau GmbH in Weismain.

Der 61. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen hatte vom 10. bis 12. November 2012 bei Trier unter der Schirmherrschaft von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz stattgefunden. Anlässlich der Siegerehrung würdigte die Ministerin das Engagement der Teilnehmer und Teilnehmerinnen: „Handwerkliche Dienstleistungen von guter Qualität und spezielle Arbeiten nach Kundenwunsch kann nur jemand bieten, der gut ausgebildet und eben besser ist als der Durchschnitt. In Zeiten von härterer Konkurrenz ist es besonders lobenswert, wenn sich junge Menschen dem Wettbewerb stellen und sich hierbei durch besonders gute Leistungen auszeichnen.“

Auch der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, zeigte sich von der Leistung des Berufsnachwuchses beeindruckt: „Nur die Besten aus ganz Deutschland können zu diesem Bundesleistungswettbewerb antreten. Sie haben einmal mehr gezeigt, dass das deutsche Baugewerbe für die Zukunft gut aufgestellt ist. Diese jungen Leute sind unsere Zukunft. Auf sie können wir bauen.“

Der 61. Bundesleistungswettbewerb wurde unterstützt von Stabila, der SOKA-BAU und der BG BAU.

Die deutschen Meister in den Berufen Fliesenleger, Maurer, Stuckateur und Zimmerer haben die Chance, im Nationalteam des deutschen Baugewerbes bei der nächsten Berufsweltmeisterschaft der „WorldSkills 2013“ um Gold, Silber und Bronze auf internationaler Ebene zu kämpfen. Diese findet vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig statt.