Deutscher Meister der Straßenbauer kommt aus Baden-Württemberg

Silber geht nach Nordrhein-Westfalen, Bronze nach Hessen

Um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen haben bei den Deutschen Meisterschaften in den Bauberufen 55 Teilnehmer in sieben Bauberufen in Bühl im Komzet Bau Bühl gekämpft. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ermittelt mit dem Bundesleistungswettbewerb traditionell die besten Nachwuchshandwerker Deutschlands. Es war der 63. Wettbewerb dieser Art.

Deutscher Meister der Straßenbauer wurde der 23jährige Julian Ginter aus Lauterbach in Baden-Württemberg. Silber ging an Niklas Kaiser aus Mechernich in Nordrhein-Westfalen); die Bronzemedaille errang Tim Raschke (20) aus dem hessischen Haiger.

Die Straßenbauer mussten während des eintägigen Wettbewerbs eine Gehwegbefestigung zwischen zwei Pflanzbeeten erstellen, die mit verschiedenen Steinen gepflastert wurde. Eine besondere Herausforderung stellte das gleichmäßige Gefälle der Fläche dar.

Julian Ginter, der frisch gebackene Deutsche Meister 2014, präsentierte mit Stolz seine Medaille. Für den von Gebr. Bantle GmbH & Co. KG Tiefbau - Straßenbau in Bösingen ausgebildeten Junggesellen hätte die Aufgabe durchaus schwerer sein dürfen. „Das war gut machbar, aber ich freue mich dennoch sehr!“

„Ich hatte auf eine Medaille gehofft“, erklärte Niklas Kaiser nach der Übergabe der Silbermedaille und empfiehlt an künftige Wettbewerbsteilnehmer der Deutschen Meisterschaft: „Hinfahren und Erfahrungen sammeln!“. Kaiser wurde von H + P Schilles Tiefbau GmbH in Merchernich ausgebildet.

Tim Raschke zeigte sich über seine Bronzemedaille überrascht. Den Wettbewerb fand er anstrengend. Der von Karl Fey GmbH & Co. in Haiger ausgebildete Junggeselle wollte „sein Ding durchziehen“. „Das hat geklappt, super!“

„Alle Teilnehmer haben sich engagiert dem Wettbewerb mit Berufskollegen aus ganz Deutschland gestellt und trotz anspruchsvoller Aufgaben in den einzelnen Berufen beeindruckende Leistungen gezeigt. Das bestätigt uns erneut, dass unsere Ausbildung im Baugewerbe qualitativ hochwertig ist und wir als Branche für die Zukunft gerüstet sind“, erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage dafür ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“ Dass das Baugewerbe als Branche attraktiv sei, zeigen laut Paklappa die aktuellen Zahlen. 10.000 junge Menschen starteten im Herbst 2014 ihre Ausbildung am Bau, ein Plus von über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Sponsoren der Deutschen Meisterschaft 2014 in den Bauberufen waren die SOKA-BAU, die BG BAU, Messgeräte-Spezialist Stabila und die VHV Versicherung.