Deutscher Meister der Beton- und Stahlbetonbauer kommt aus Niedersachsen

Silber geht nach Hamburg, Bronze nach Schleswig-Holstein

Um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen haben bei den Deutschen Meisterschaften in den Bauberufen 55 Teilnehmer in sieben Bauberufen in Bühl im Komzet Bau Bühl gekämpft. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ermittelt mit dem Bundesleistungswettbewerb traditionell die besten Nachwuchshandwerker Deutschlands. Es war der 63. Wettbewerb dieser Art.

Die Goldmedaille im Beton- und Stahlbetonbauerhandwerk ging an Dennis Behrens (20) aus Scheeßel in Niedersachsen. Zweiter Bundessieger wurde Luca Rosenkranz (23) aus Hamburg. Auf den dritten Platz kam der 22jährige Fin Lange aus Odderade in Schleswig-Holstein.

Die Beton- und Stahlbetonbauer mussten während des eintägigen Wettbewerbs eine Holzschalung für eine achteckige T-Stütze mit darüber horizontal verlaufendem ebenfalls achteckigem Unterzug errichten. Das Objekt war liegend als Betonfertigteil ohne Bewehrung betonierfertig mit den erforderlichen Abspannungen einzuschalen.

Der Deutsche Meister Dennis Behrens freute sich sichtlich über seinen Erfolg. „Der Wettbewerb war gut für mich gelaufen, ich kam auch gut mit der Zeit hin!“ Behrens war von Beco Hoch- und Ing. Bau in Scheeßel ausgebildet worden.

„So ein Wettbewerb ist eine gute Sache“, erklärte Luca Rosenkranz, der seine Ausbildung bei H. Mierwald – GfS Gesellschaft für Systembau mbH in Hamburg absolviert hatte. Ob die Aufgabe wirklich schwer war, wusste Rosenkranz auch nach der Siegerehrung noch nicht. „War halt machbar!“

Fin Lange hatte den Wettbewerb als anstrengend empfunden und zeigte sich zufrieden mit der Bronzemedaille. Einen Wettbewerb sollte man auf „jeden Fall“ mitmachen. Lange war von Kähler Bau GmbH in Büsum ausgebildet worden.

„Alle Teilnehmer haben sich engagiert dem Wettbewerb mit Berufskollegen aus ganz Deutschland gestellt und trotz anspruchsvoller Aufgaben in den einzelnen Berufen beeindruckende Leistungen gezeigt. Das bestätigt uns erneut, dass unsere Ausbildung im Baugewerbe qualitativ hochwertig ist und wir als Branche für die Zukunft gerüstet sind“, erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage dafür ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“ Dass das Baugewerbe als Branche attraktiv sei, zeigen laut Paklappa die aktuellen Zahlen. 10.000 junge Menschen starteten im Herbst 2014 ihre Ausbildung am Bau, ein Plus von über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Sponsoren der Deutschen Meisterschaft 2014 in den Bauberufen waren die SOKA-BAU, die BG BAU, Messgeräte-Spezialist Stabila und die VHV Versicherungen.

Fotos der Bundessieger werden unter www.zdb.de eingestellt, vorab unter www.facebook.de/baugewerbe.