Bundesleistungswettbewerb 2013: Beton- und Stahlbetonbauer

Im Beton- und Stahlbetonbauerhandwerk geht die Goldmedaille an Florian Meppelink (20) aus Laar in Niedersachsen. Silber erringt der 20jährige Pascal Gottfried aus Rattelsdorf (Bayern). Bronze geht an Timo Niß (20) aus Hamburg.

„Ich hatte ein bisschen auf Gold gehofft, aber es war eine schwere Aufgabe. Alle waren gut dabei, wie mir meine kurzen Blicke zu den anderen Teilnehmern während des Wettbewerbs zeigten“, so der Deutsche Meister Florian Meppelink nach der Siegerehrung. Der Niedersachse war von der Anton Meyer GmbH & Co. KG in Neuenhaus ausgebildet worden. Der Silbermedaillengewinner Pascal Gottfried, von der Raab Baugesellschaft mbH & Co. KG in Ebensfeld ausgebildet, zeigte sich überrascht über seinen Erfolg. „Hätte ich nicht gedacht. Alle anderen waren auch gut. Es war eine tolle Erfahrung, hier mitgemacht zu haben.“ Die Freude über seinen dritten Platz war Timo Niß anzusehen. „Gerade am Anfang lief es nicht so gut für mich. Die Aufgabe war schon schwer, der Wettbewerb anstrengend. Umso schöner ist es jetzt.“ Sein Ausbildungsbetrieb war die Otto Wulff Bauunternehmung GmbH in Hamburg.

Die Beton- und Stahlbetonbauer mussten während des eintägigen Wettbewerbs zwei Bauteile an einer bestehenden Wandschalung zum späteren Ausgießen mit Beton errichten. Das erste Bauteil war eine Tür. Außerdem musste die Ausschalung für ein achteckiges Fenster erstellt werden.

„Heute sind alle Gewinner. Sowohl diejenigen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, als auch diejenigen, die heute Medaillen gewonnen haben. Der deutsche Bau-Nachwuchs ist bestens ausgebildet und für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“ Erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage für den Erfolg ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“

Sponsoren des 62. Bundesleistungswettbewerb waren folgende Unternehmen und Institutionen: BG BAU, Stabila und SOKA-BAU.