Baukonjunktur April 2017: Lagebeurteilung und Erwartungen im April weiter auf hohem Niveau

Nach der monatlichen Konjunkturumfrage des ZDB zum April 2017 werden die Geschäftslage und die Erwartungen weiterhin ganz überwiegend positiv beurteilt.

Markant ist der fortgesetzt positive Trend bei der Beurteilung zum Straßenbau, der bei der Lagebeurteilung nun ähnlich gute Werte erzielt, wie der Wohnungsbau sie seit vielen Monaten erreicht. Differenzierter fällt die Beurteilung zum Gewerbebau aus. Hier wird die Lage verhaltener beurteilt als im März aber immer noch überwiegend positiv. Als überwiegend unbefriedigend wird nach wie vor die Lage im öffentlichen Hochbau beschrieben.

Die Bautätigkeit wurde im Vormonatsvergleich im Wohnungsbau und Straßenbau intensiviert. In den anderen Bausparten gab es hingegen wenig Veränderungen. Dies korrespondiert mit der gemeldeten Entwicklung der Nachfrage: Im Wohnungsbau und Straßenbau wird über weiter anziehende Nachfrage berichtet.

Gegenüber dem Vormonat haben die Meldungen über witterungsbedingte Behinderungen etwas zugelegt. Hier haben wohl die im zweiten Monatsdrittel aufgekommenen Niederschläge und Fröste durchgeschlagen. Obwohl es den Unternehmen nach den Meldungen des Statistischen Bundesamtes und der SOKA Bau gelingt, mehr Personal einzustellen, reicht dies offensichtlich nicht an den Bedarf heran. So melden deutlich mehr Unternehmen einen Arbeitskräftemangel als im Vormonat.

Die Geräteauslastung hält im Tiefbau mit 65 % ebenso etwa das Niveau vom März wie die im Hochbau mit nahe 70 %. Die Auftragsbestände wurden im Tiefbau etwas abgebaut (2,5 Monate nach 2,7 Monaten im März) und halten im Hochbau bei knapp 3,5 Monaten.

Da die Nachfrage insgesamt als nachhaltig hoch bewertet wird, hält auch die Investitionsbereitschaft an.