Medaille of Excellence für unseren Maurer bei den WorldSkills 2013

Der 21jährige Maurer Sebastian Wichern aus Deinstedt in Niedersachen hat bei der Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2013“ in Leipzig eine Medaille of Excellence bekommen.

Wichern hatte im vergangenen Jahr bereits an der EuroSkills teilgenommen und einen hervorragenden vierten Platz erreicht. Er war 2011 deutscher Meister geworden. Die Teilnahme am Wettbewerb bezeichnete Wichern als große Chance für sich. „Ich habe im Wettbewerb und in der Vorbereitung sehr viel gelernt und erlebt. Es war eine tolle Woche in Leipzig.“ Wichern will nun die Meisterschule angehen und später den elterlichen Betrieb übernehmen.

Die Maurer hatten während des viertätigen Wettbewerbs drei Wände zu errichten. Neben dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal waren der Bundesadler und das Brandenburger Tor abzubilden. Dabei wurden Ziegelsteine in verschiedenen Farben und Kalksandsteine verwendet. Der Bundesadler war durch viele Schrägschnitte besonders anspruchsvoll. Zudem standen die Teilnehmer während des gesamten Wettbewerbs unter einem extremen Zeitdruck. Die Experten bezeichneten den Wettbewerb 2013 als einen der schwersten für die Maurer in der WorldSkills-Geschichte. „Es war einfach wahnsinnig, wie eng das Teilnehmerfeld bei der Wertung zusammenlag. Sebastian war mit seiner erreichten Punktzahl der bisher beste deutsche Teilnehmer an einer WM“, so der deutsche Experte und Trainer für die Maurer, Kai-Uwe Holtschmidt, Leiter der Berufsbildungsstätte der Bauinnung München.

Klaus-Dieter Fromm, Delegationsleiter und Berufsbildungsexperte des Deutschen Baugewerbes, wertete das Ergebnis als großen Erfolg für das Baugewerbe. „Unsere mehrjährigen Anstrengungen, die Bestleistungen unseres Berufsnachwuchses nach außen zu tragen, haben Früchte getragen. Das duale System der beruflichen Bildung in Deutschland ist die Grundlage für die qualifizierte Ausbildung vieler junger Menschen. Wir müssen dafür kämpfen, dass es nicht weiter ausgehöhlt wird.“

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, gratulierte dem gesamten Nationalteam zu seiner überragenden Leistung. „Die Leistung dieser jungen Menschen steht für die hohe Qualität unserer Berufsausbildung. Immerhin investiert die Branche rund 600 Mio. Euro jährlich in seinen Berufsnachwuchs. Damit ist die Branche bestens gerüstet, die Zukunftsaufgaben wie z.B. die Energiewende oder den Ausbau unserer Infrastruktur zu stemmen.“

Mit 1004 Teilnehmern war „WorldSkills 2013“ in Leipzig der größte Berufswettbewerb aller Zeiten und fand unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals nach 40 Jahren wieder in Deutschland statt. In 46 offiziellen Wettbewerbsdisziplinen sowie in drei Präsentationswettbewerben zeigten die Teilnehmer aus 53 Ländern Bestleistungen und kämpften um Gold, Silber und Bronze. Die Besten der Besten aus aller Welt, die nicht älter als 22 Jahre alt sein dürfen, zeigten extrem hohes fachliches Können. Am Ende entschieden Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration über den Erfolg. Rund 200.000 Besucher kamen an den vier Wettbewerbstagen auf das Leipziger Messegelände.

Das Deutsche Baugewerbe war mit seinem sechsköpfigen Nationalteam mit je einem Maurer, einem Fliesenleger, einem Stuckateur und einem Zimmerer sowie zwei Straßenbauern an den Start gegangen. Es gab Gold für den Fliesenleger, den Stuckateur und die Straßenbauer. Der Zimmerer holte Bronze.

Das Team wird großzügig unterstützt von CWS-boco, von VELUX sowie der VHV Versicherung.

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