Gold für das Team des Deutschen Baugewerbes im Straßenbau

Robin Berger (21) aus Pockau in Sachsen und Sebastian Full (21) aus Altbessingen in Bayern holten Gold im Präsentationswettbewerb „Straßenbau“ bei der diesjährigen WorldSkills, die vom 2. – 7. Juli 2013 in Leipzig stattgefunden hat.

Robin Berger war 2012 bei der EuroSkills Europameister geworden, sein Teamkollege 2010 deutscher Meister gewesen. Berger und Full freuten sich über ihren Erfolg. Beide erklärten, dass sie damit auch für ihren Beruf werben konnten.

In dem viertägigen Wettbewerb hatten die Straßenbauer einen Wendehammer zu erstellen, der im oberen Bereich die Weltkugel darstellte. Hier waren fünf Kreise zu pflastern, die für die Kontinente standen. Die einzelnen Natursteine, aus denen der Kreis bestand, symbolisierten die Wettbewerbsteilnehmer. Der untere Teil des Wendehammers bestand aus einer Betonsteinpflasterfläche mit dem Schriftzug „Leipzig“. Der schwarze Kreisring oberhalb der Weltkugel, bestehend aus Kaltasphalt, stellte das All dar und wurde wie die gesamte Fläche mit Betonhochbordsteinen einschließlich Rinne als Widerlager eingefasst. Damit sollte der Zusammenhalt der Teams symbolisiert werden.

Da der Straßenbau bisher keine offizielle Wettbewerbsdisziplin bei WorldSkills ist, hatte das Deutsche Baugewerbe einen Präsentationswettbewerb organisiert, an dem vier Teams teilgenommen haben, je zwei aus Deutschland sowie je eines aus der Schweiz und Frankreich.

„Straßen sind seit jeher die Lebensadern einer Gesellschaft. Ohne gut ausgebaute Infrastruktur gibt es kein Wachstum und Wohlstand. Nicht nur vor diesem Hintergrund ist der Straßenbau ein wichtiger Teil unseres Verbandes. Beides wollten wir mit diesem Präsentationswettbewerb demonstrieren. Dass viele deutsche Straßen in einem schlechten Zustand sind, liegt allerdings nicht an den hochqualifizierten Straßenbauern, sondern an der öffentlichen Hand, die zu wenig in den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur investiert.“ Dieses erklärte der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Wolfgang Paul, anlässlich seines Besuches der Wettbewerbe.

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, gratulierte dem gesamten Team zu seiner überragenden Leistung. „Die Leistung dieser jungen Menschen steht für die hohe Qualität unserer Berufsausbildung. Immerhin investiert die Branche rund 600 Mio. Euro jährlich in seinen Berufsnachwuchs. Damit ist die Branche bestens gerüstet, die Zukunftsaufgaben, wie z.B. die Energiewende oder den Ausbau unserer Infrastruktur zu stemmen.“

Mit 1004 Teilnehmern war „WorldSkills 2013“ in Leipzig der größte Berufswettbewerb aller Zeiten und fand unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals nach 40 Jahren wieder in Deutschland statt. In 46 offiziellen Wettbewerbsdisziplinen sowie in drei Präsentationswettbewerben zeigten die Teilnehmer aus 53 Ländern Bestleistungen und kämpften um Gold, Silber und Bronze. Die Besten der Besten aus aller Welt, die nicht älter als 22 Jahre alt sein dürfen, zeigten extrem hohes fachliches Können. Am Ende entschieden Präzision und Genauigkeit sowie Nervenstärke und Konzentration über den Erfolg. Rund 200.000 Besucher kamen an den vier Wettbewerbstagen auf das Leipziger Messegelände.

Das Deutsche Baugewerbe war mit seinem sechsköpfigen Nationalteam mit je einem Maurer, einem Fliesenleger, einem Stuckateur und einem Zimmerer sowie zwei Straßenbauern an den Start gegangen. Neben Gold für die Straßenbauer gab es eine zwei weitere Goldmedaillen für die Fliesenleger und Stuckateure sowie Bronze für die Zimmerer.

Das Team wird großzügig unterstützt von CWS-boco, von VELUX sowie der VHV Versicherung.

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