Beton- und Stahlbetonbauer

Julian Kiesl (20) aus Mallersdorf-Pfaffenberg in Bayern und Niklas Berroth (21) aus Sulzbach-Laufen, Baden-Württemberg.

Julian Kiesl (20) und Niklas Berroth (21) heißen die beiden Betonbauer, die ihr Handwerk bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der Berufe, der „WorldSkills“, vertreten.

Dem jungen Bayer Julian Kiesl wurde das Handwerk in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in einem Schreinerhaushalt, war für Kiesl klar, dass er auf jeden Fall mit seinen Händen arbeiten möchte. „Nach verschiedenen Praktika habe ich mich dann für den Betonbauer entschieden. Die Teamarbeit, die gute Stimmung am Bau, aber auch der Himmel als Dach am Arbeitsplatz haben mich letztendlich überzeugt“, so der junge WM-Teilnehmer. „Die größte Herausforderung dieser Wettbewerbsaufgabe ist es, im Zeitplan zu bleiben. Wenn dann noch alles auf den Millimeter passen würde, das wär’s“, so Kiesl. Nerven wie Stahlseile hat der junge Mann auch, schließlich ist er ja auch Stahlbetonbauer, kommentiert er lachend die Frage nach der eigenen Aufregung unter Wettbewerbsbedingungen. Über so einen motivierten Facharbeiter freut sich die Fahrner Bauunternehmung GmbH in Mallersdorf-Pfaffenberg seit Julians Ausbildung und die Weiterbildung zum Meister ist bereits in Planung.

Niklas Berroth war mit Opa und Vater schon als kleiner Junge mit auf den Baustellen des Familienunternehmens Berroth-Bau GmbH in Sulzbach-Laufen. „Für mich ist Sichtbeton einfach der Baustoff schlechthin. Er sieht klasse aus und es ist nach wie vor eine Herausforderung, schönen Beton zu bauen“, erklärt Berroth, der nach seiner Ausbildung im Ost-Alb-Kreis nun im Familienunternehmen mitarbeitet. „Wir erstellen Bauwerke für die Ewigkeit, das fasziniert mich am allermeisten an meinem Beruf“, so Berroth, der sehr gespannt ist auf die Qualität der Materialien in Russland. Im Jahr 2017 war Berroth Deutscher Meister und seit März 2019 ist er Mitglied der Nationalmannschaft. Dort hat er dann auch Julian, den Deutschen Meister aus dem Jahr 2018, kennengelernt. Die Entscheidung, wer nach Kazan fliegt, fiel im Mai 2019 bei einem internen Ausscheidungswettbewerb.