100 Mio. Euro fehlen für den altersgerechten Umbau von Wohnungen

Die im Koalitionsvertrag dokumentierte Absicht: "... zur Förderung des generationengerechten Umbaus ein neues Programm "Altersgerecht Umbauen" auf(zu)legen und mit Investitionszuschüssen auszustatten ..." wird mit dem Haushaltsplan 2014 nicht umgesetzt. Für das KfW-Programm sind erneut keine neuen Mittel eingeplant.

Im Rahmen des Konjunkturpaketes II standen in den Jahren 2009 – 2011 noch 80 bis 100 Mio. € jährlich zur Neuvergabe für das KfW-Programm bereit. Das Programm wurde von der seinerzeitigen Bundesregierung als erfolgreich bezeichnet. Gleichwohl stehen seit 2012 keine Haushaltsmittel mehr für das KfW-Programm bereit.
Seit 2012 unterhält die KfW das Programm ausschließlich aus Eigenmitteln aufrecht. Das Programm erreicht aber nicht die frühere Wirksamkeit. Dies ist allein schon dadurch bedingt, dass die Zuschussvariante entfallen ist. Wurden im Jahr 2011 noch mehr als 43.300 Wohneinheiten (WE) über das Programm altersgerecht saniert, waren es in 2012 mit ca. 12.700 und ca. 26.000 WE in 2013 jeweils deutlich weniger.

Die Studie des BMVBS „Wohnen im Alter“ zeigt: Ältere Menschen wohnen, ihrem eigenen Wunsch entsprechend, möglichst lange in ihren Wohnungen. Sie bewohnen vielfach ältere Gebäude. Mehr als die Hälfte der Seniorenhaushalte lebt in Gebäuden der Baujahre 1949 bis 1980. Die Hälfte der Eigentümer und ca. ein Drittel der Mieter leben bereits über 30 Jahre in ihrer jetzigen Wohnung. Der Bedarf an altersgerechtem Umbau ist also unverkennbar groß. Die entfallene Zuschussvariante ist aber für diese selbstnutzenden Immobilienbesitzer dieser Altersgruppen von größerer Relevanz als Darlehensmittel. Viele wollen sich nicht mehr verschulden.