Nationalteam Deutsches Baugewerbe ist Besuchermagnet auf Parteitagen

Der ZDB hat auch in diesem Jahr wieder zusammen mit dem Nationalteam des Deutschen Baugewerbes auf den Parteitagen von CDU, SPD, FDP und den Grünen erfolgreich repräsentiert. Der Besucherandrang war sehr gut, denn ganz gleich ob ein Stuckateur, ein Fliesenleger oder ein Zimmerer des Nationalteams vor Ort live arbeiteten, die Besucher waren von dem großen Talent unserer Handwerker begeistert.

Viele Politiker haben sich gerne mit den Medaillenträgern fotografieren lassen und haben die Fotos anschließend auf ihrem Facebook-Profil veröffentlicht. Unsere Nachwuchshandwerker wurden dabei nicht müde, den Gästen über die Berufsmeisterschaften zu erzählen, veraltete Vorstellungen über Berufsbilder zu korrigieren und für eine Ausbildung im Handwerk zu werben. Natürlich haben wir die große Aufmerksamkeit auch genutzt, um weitere Themen mit den Politikern zu besprechen. Auf dem letzten Parteitag der CDU in Hamburg hatten die Politiker zum Beispiel viele Fragen zur Wiedereinführung der Meisterpflicht und zur VOB.

Die Resonanz auf unsere eigene Live-Berichterstattung vom Parteitag – insbesondere auf Facebook, Instagram und Twitter – war ebenfalls sehr gut und hat uns viele „Klicks“ und neue „Follower“ beschert. Lediglich die Berichterstattung anlässlich der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen im November war getrübt von einigen beleidigenden Kommentaren über unsere politischen Gäste, die wir mit dem Hinweis auf die Netiquette-Regeln löschen mussten. Es kam die Frage auf, warum wir überhaupt auf die Parteitage der Grünen gehen. Die Antwort ist aus Sicht der Interessenvertretung ganz einfach: Die Grünen stehen bereits in neun Länderparlamenten in Regierungsverantwortung und sind allein in dieser Funktion wichtige Ansprechpartner für die Bauwirtschaft. Wir brauchen die Grünen aber auch als Oppositionspartei im Deutschen Bundestag zum Beispiel im Kampf gegen die Straßenbau-ÖPP. So haben die Grünen erst kürzlich ÖPP-Projekte in einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung ganz in unserem Sinne hinterfragt. Mit Blick auf die derzeitigen Umfragewerte ist außerdem davon auszugehen, dass diese Partei nach der kommenden Bundestagswahl in Regierungsverantwortung steht. Sollte die große Koalition sogar früher noch platzen und Bundeskanzlerin Merkel mit einer Minderheitenregierung weiter regieren, wird das Votum der Grünen und auch das der FDP ab diesem Moment gefragter sein denn je. Es ist also gut, wenn das Baugewerbe mit den demokratischen Oppositionsparteien im Gespräch bleibt und Netzwerke ausbaut. Je besser die Wahrnehmung desto besser die Interessenvertretung.