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Frauenrath: Baugewerbe schöpft Hoffnung
ZDB-Jahrespressekonferenz
ÖPP und energetische Sanierung sind Wachstumsmärkte.

“Aus heutiger Sicht können auch wir uns vorstellen, dass die Bauinvestitionen anziehen. Wir erleben täglich, dass die Stimmung eine ganz andere geworden ist. Wir bekommen eine Vielzahl von Anfragen mehr als noch in den vergangenen Monaten. Daraus müssen wir den Schluss ziehen, dass die Konjunktur anzieht.“ Mit diesen Worten kommentierte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath, die Lage seiner Branche vor der Presse in Berlin.

Wichtige Impulse erwartet der Verbandspräsident des deutschen Baugewerbes im gewerblichen Bau, wo die Baugenehmigungen im vergangenen Jahr zumindest im Westen Deutschlands mit 1,4 % einen starken Aufwärtstrend ausweisen, sowie aus dem öffentlichen Bau: “Wichtige Impulse für den öffentlichen Bau kommen aus der Kooperation von privater Wirtschaft und öffentlicher Hand in sog. ÖPP-Projekten. Wir sind uns mit der Bundesregierung einig, die als Zielmarke ja die 15 % ausgegeben hat. 15 % der öffentlichen Investitionen sollen über ÖPP abgewickelt werden.“

ÖPP ist Wachstumsmarkt
Frauenrath weiter: “ÖPP ist weiterhin ein Wachstumsmarkt, der sicherlich dazu beiträgt, die öffentlichen Bauinvestitionen zu stabilisieren, wenn nicht sogar, diese auszuweiten. Er ist gleichzeitig ein interessantes Geschäftsfeld für die mittelständische Bauwirtschaft, die hervorragend dafür aufgestellt ist.“

Frauenrath begrüßte die angekündigte Initiative der Bundesregierung zum Bürokratieabbau, da eine Entlastung der Wirtschaft von Informationspflichten zu Milliardeneinsparungen bei den Betrieben führen könne. “Bürokratieabbau ist ohne Belastung der Haushalte zu machen und setzt viele Wachstumsimpulse frei.“ so der ZDB-Präsident.

Einbeziehung des Wohneigentums in die Altersvorsorge gefordert
Darüber hinaus forderte er positive Anreize für den Wohnungsbau zu setzen, da dieser immer noch das Sorgenkind der Baukonjunktur sei. Dazu gehöre für ihn, dass das Wohneigentum gleichberechtigt in die Förderung der privaten Altersvorsorge mit einbezogen werde. Er erneuerte einen Vorschlag, den die Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft dazu gemeinsam gemacht hatten, der sich an den Grundsätzen der Riester-Rente orientiere. “Dabei sind uns folgende drei Punkte wichtig:

1. Die Sparbeiträge sind steuerfrei. Analog zur Riester-Rente sieht unser Papier eine nachgelagerte Besteuerung der Vorsorgeaufwendungen vor.

2. Die Anspar- wie auch die Tilgungsphase bei der Finanzierung von Wohneigentum werden in die Förderung mit einbezogen.

3. Andere geförderte Altersvorsorgemodelle, z.B. Fonds, müssen auch für die Finanzierung von Wohneigentum herangezogen werden können.“ so Frauenrath.

Bedarfsorientierter Gebäude-Energiepass notwendig
Darüber hinaus verspricht sich Frauenrath wichtige Impulse aus der energetischen Gebäudesanierung, die im Verlauf des Jahres auch den Wohnungsbau stimulieren werden. Die gestern veröffentlichen Quartalszahlen der KfW, nach denen viermal so viele Kredite zur Verfügung gestellt worden seien, belegten “das Potenzial der energetischen Sanierung, sowohl für die Umwelt, schließlich resultiert aus dem Gebäudebestand der höchste CO2-Ausstoß, als auch für Investitionen, und damit für Arbeitsplätze“, so der ZDB-Präsident.
“Nun kommt es noch darauf an, die Förderprogramme durch die Einführung eines Gebäude-Energiepasses zu untermauern.“

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