Home / Info-Center / ZDB-Direkt / ZDB Direkt 5/2006 / Gemeinsam mit Partnern die Zukunft gestalten
Gemeinsam mit Partnern die Zukunft gestalten
Ausbautagung in Bad Saarow
Welche Perspektiven sieht das Baugewerbe in schrumpfenden Städten? Gibt es einen einheitlichen demografischen Wandel in den Kommunen? Mit diesen Fragen des demografischen Wandels in der Bundesrepublik Deutschland befasste sich der 2. Branchentreff-Ausbau am 21. Juni 2006 in Bad Saarow.


Interessant für die TeilnehmerInnen des Branchentreffs war, dass sich der demografische Wandel in Deutschland nicht einheitlich vollziehen wird. Schrumpfende Regionen stehen neben wachsenden Räumen, tendenziell lässt sich ein Ost-West-Gefälle feststellen. Zuwanderung findet überwiegend in den Städten statt, so dass die altersstrukturellen Verschiebungen dort nur eine geringe Bedeutung haben. Das heißt: Die Kommunen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität von den Auswirkungen des demografischen Wandels erfasst. Fünfzig Prozent aller deutschen Kommunen werden bis zum Jahre 2020 schrumpfen – alle Kommunen werden altern.

Neben der Arbeitsstandortkonkurrenz (Gewerbeansiedlung) wird die Wohnstandortkonkurrenz zwischen den Kommunen zunehmen. Strategien zur Steigerung der Attraktivität des Wohnstandorts gewinnen daher an Bedeutung. Die Kommunen sind gezwungen, vielfältige Maßnahmen im Stadt-umbau zu ergreifen, z.B. Verbesserung des Wohnumfeldes für Senioren, Rückbau von Wohnungen und Anpassung öffentlicher Infrastruktur.

  1. Dynamische Bevölkerungsentwicklungen und Bevölkerungsstrukturen erzeugen Baubedarf, sowohl auf dem Wohnungsmarkt als auch bei der öffentlichen Infrastruktur.
  2. Die quantitative Anpassung vorhandener kommunaler Wohn- und Infrastrukturen eröffnet Geschäftsfelder im Rückbau und der Entsorgung/Recycling von Baumaterialien.
  3. Die qualitative Aufwertung des Wohnungsbestandes und des Wohnumfeldes schafft steigende Nachfrage nach Sanierungs- und Modernisierungsleistungen im Bestand.
  4. Die Mitwirkung fachlich qualifizierter mittelständischer Bauunternehmen bei der Entwicklung von Stadtumbaukonzepten erschließt Innovations- und Rationalisierungspotenziale (z.B. ÖPP / Energie-Contracting)

Das heißt zusammengefasst: Aus dem demografischen Wandel resultieren daher kurz- und mittelfristig große Chancen für die Bauwirtschaft.

Diskussion mit Industrie und Handel
Der Deutsche Stuckgewerbebund im ZDB und der Fachverband Deutsches Fliesengewerbe im ZDB diskutierten gemeinsam mit Vertretern der Baustoffindustrie, des Baustoffhandels und der Bundesfachabteilung Akustik und Trockenbau im HDB über die Auswirkungen für die Bauwirtschaft und entsprechende Lösungsstrategien für die Zukunft.

Allgemein positiv wurde von den Teilnehmern aufgenommen, dass der Deutsche Stuckgewerbebund im ZDB und die Bundesfachabteilung Akustik und Trockenbau im HDB einen gemeinsamen Gesprächskreis Ausbau am 16. Mai 2006 in Hannover gegründet haben, mit dem Ziel
•gemeinsame Brancheninteressen zu bündeln,
•die Zusammenarbeit in den Bereichen technischer Interessenvertretung, Qualifizierung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren sowie
•für alle Beteiligten im Ausbaubereich als maßgebliche Ansprechpartner aufzutreten.

Was die konjunkturelle Situation im Baugewerbe angeht, fasste Jürgen Hilger, Vorsitzender des Deutschen Stuckgewerbebundes, diese wie folgt zusammen: “Auch das Baugewerbe schöpft wieder Hoffnung, dass die Rezession bald überwunden werden kann.“

Frühjahrstagung des Deutschen Stuckgewerbebundes
Im Rahmen der ebenfalls in Bad Saarow durchgeführten Frühjahrstagung des Deutschen Stuckgewerbebundes standen diese Themen im Vordergrund:
•Stand der Messeaktivitäten hinsichtlich der Messe “denkmal 2006"vom 25. bis 28. Oktober 2006 in Leipzig, Messe “Farbe – Ausbau & Fassade“ vom 18. bis 21. April 2007 in Köln
•Verabschiedung der Ergebnisse der Strategiediskussionen aus der Vorstands-, Landesfachgruppenleiter- und Strategieausschusssitzungen
•Aktivitäten im Trockenbau
•Sozialsponsoring KidsKlinik
•ECOLA - European Conference of Leading Architects im 4. Architekturpreis Putz.

Die Frühjahrstagung 2006 fand ihren Abschluss in der ersten gemeinsamen Sitzung der Vorstände des Industrieverbandes WerkMörtel e. V. und des Deutschen Stuckgewerbebundes im ZDB. Die Vorstandsmitglieder kamen überein, zukünftig verstärkt gemeinsame Aktivitäten von Industrie und Handwerk durchzuführen. Hierzu zählen gemeinsame Marketing-Aktivitäten wie z. B. “pro mineralisch“, gemeinsame Interessenvertretung bei der Normung und Forschung sowie im Sachverständigenwesen und eine Verbesserung des Informationsflusses zwischen Handwerk und Industrie. Man kam abschließend überein, eine weitere gemeinsame Sitzung der Vorstände im Rahmen der Messe “denkmal“ im Oktober 2006 in Leipzig durchzuführen.

Sportlicher Höhepunkt der Frühjahrstagung und des Branchentreff-Ausbau war der “Ausbau-Golfcup 2006“ im Golfklub A-Rosa am Scharmützelsee. Der “Ausbau-Golfcup 2006“ wurde als Benefizturnier “KidsKlinik“ von den Turnierpartnern Deutscher Stuckgewerbebund im ZDB, Fachverband Deutsches Fliesengewerbe im ZDB und der Deutschen Kinderhilfe Direkt e. V. durchgeführt. Die Spenden im Rahmen des Benefizturniers kamen der Aktion “KidsKlinik“ zugute. Die Sieger des Golfturniers wurden von der Koelnmesse zu “Night of the Proms“ am 15. Dezember 2006 in der Kölnarena eingeladen.

Die Vereinigte Haftpflichtversicherung lud die Teilnehmer der Frühjahrstagung und des Branchentreff-Ausbau zu einem Get-Together-Abend im Rahmen einer Schiffstour auf dem Scharmützelsee ein.
(sa, ik)
Zentralverband Deutsches Baugewerbe  |  Kronenstraße 55 - 58  |  10117 Berlin
Telefon 030 20314-0  |  Telefax 030 20314-420  |  info@zdb.de