Bundesleistungswettbewerb 2009
Nach einem dreitätigen Wettbewerb wurden am Montagabend im baden-württembergischen Sigmaringen die Sieger der Deutschen Meisterschaft in acht baugewerblichen Berufen gekürt. Insgesamt waren 76 junge Gesellen, unter ihnen eine Zimmerer-Gesellin aus Hessen, beim 58. Bundesleistungswettbewerb an den Start gegangen. Sie hatten sich zuvor als Landessieger für die deutsche Meisterschaft qualifiziert, die jährlich vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes veranstaltet wird.

Deutscher Meister bei den Stuckateuren wurde der 19jährige Frank Klughardt aus Postbauer-Heng in Bayern. Die Silbermedaille ging an Waldemar Romaker (20) aus Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen, Bronze bekam Dominik Gümbel (18) aus Schöntal in Baden-Württemberg.

Insgesamt waren sieben junge Gesellen aus ganz Deutschland an den Start gegangen. Sie hatten sich zuvor als Landessieger in ihrem Bundesland für den Bundesleistungswettbewerb qualifiziert, der jährlich vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes veranstaltet wird. Während des zweitägigen Wettbewerbs mussten die Stuckateure einen „Nachtbegleiter“ bauen, der als Ablage am Bett dient und eine Beleuchtung integriert hatte. Der Korpus war in Trockenbauweise aus Gipskartonplatten, die aufgesetzte Schale aus Stuck zu erstellen.

Sieger Frank Klughardt, der seine Ausbildung im väterlichen Betrieb gemacht hatte, fand, dass „das Rennen bis zum Schluss offen gewesen war“. Die Aufgabe fand er „nicht zu schwer“ und will nun die Europameisterschaft „EuroSkills“ im November 2010 in Lissabon ins Visier nehmen. Zurzeit besucht er den Meisterkurs und will sich anschließend als Restaurator weiterbilden.

Der Zweitplatzierte Waldemar Romaker hat bei Norbert Kroker in Mönchengladbach gelernt, der Drittplatzierte Dominik Gümbel bei Kilb Oberkessach in Schöntal.

Die Siegerehrung nahmen der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, gemeinsam mit dem Präsidenten der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Dr.-Ing. Dieter Meyer-Keller, vor. Loewenstein hob das bei den Deutschen Meisterschaften gezeigte fundierte Wissen und die ausgeprägten handwerklichen Fertigkeiten der Wettbewerbsteilnehmer hervor. "Eine Medaille mit nach Hause zu bringen, ist nicht nur für Sportler ein ehrgeiziges Ziel. Unser Berufsnachwuchs hat damit zugleich ein hervorragendes Fundament für seine weitere berufliche Entwicklung geschaffen." Loewenstein weiter: "Mit seiner Ausbildungsleistung übernimmt das Baugewerbe eine gesellschaftliche Aufgabe und deckt zugleich den eigenen Fachkräftebedarf. Die Ausbildungsquote liegt trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen immer noch bei ca. sieben Prozent und damit über der Quote anderer Wirtschaftszweige".


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