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Der jährlich erscheinende Bericht analysiert die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die davon ausgehenden Impulse für die Bautätigkeit. Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf die Baukonjunktur im laufenden Jahr.
Zusammenfassung:
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe konnte in 2012 das hohe Niveau halten; aber nicht wie im Vorjahr überproportional zur BIP-Entwicklung hinzugewinnen. Das insgesamt nur moderate Umsatzwachstum resultiert auch aus dem witterungsbedingten Verlust zum Jahresende 2012. In 2011 war hier ein Zuwachs von über 20 % gegenüber 2010 erzielt worden. Nach gut 92 Mrd. € in 2011 werden im Bauhauptgewerbe in 2012 ca. 93 Mrd. € umgesetzt (+1 %). Der Hochbau hat das Wachstum gezogen (+2,3 %). Dabei waren der Wohnungsbau mit +1,5 Mrd. € (+5 %) und der öffentliche Hochbau mit -0,7 Mrd. € (-11,6 %) zwei Antipoden. Der Wirtschaftshochbau legt um 0,5 Mrd. € zu (+2,5 %). Der Tiefbau bremste, er ließ um 0,6 Mrd. € nach (-1,7 %). Dabei hat der Wirtschaftstiefbau gehalten, der öffentliche Tiefbau verlor 2,5 %.
Die deutsche Bauwirtschaft bleibt auch vor dem Hintergrund eines labilen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes für 2013 positiv gestimmt. Erwartet wird für das laufende Jahr ein nominales Wachstum der baugewerblichen Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe von 2 %. Damit stabilisiert sich die Baukonjunktur real auf Vorjahrsniveau. Nach dem starken Beschäftigungsaufbau in den Vorjahren (+ 40.000 Erwerbstätige seit 2009) wird die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe 2013 im Jahresdurchschnitt mit 745.000 auf Vorjahresniveau liegen.
Wachstumsmotor für das Bauhauptgewerbe bleibt der Wohnungsbau. Ein anhaltend hoher Beschäftigungsstand, steigende verfügbare Einkommen und historisch niedrige Hypothekenzinsen stützen die Nachfrage. Hinzu kommt die Attraktivität der deutschen Wohnimmobilien für Investoren auf der Suche nach wertbeständigen Kapitalanlagen. Das Umsatzplus des Bauhauptgewerbes in dieser Sparte wird in 2013 bei 3,5 % liegen, die Zahl der fertig gestellten Wohnungen nochmals deutlich zulegen und etwa 230.000 Einheiten erreichen.
Im Wirtschaftsbau haben sich Genehmigungen und Auftragseingänge 2012 positiv entwickelt. Für die weitere Entwicklung wird es entscheidend darauf ankommen, ob die deutsche Volkswirtschaft - nach einem vermutlich schwächeren 1. Quartal - im Jahresverlauf wieder an Fahrt gewinnt. Bei den Investitionen der Industrie ist verhaltener Optimismus angebracht, während bei Dienstleistern und im Logistiksektor mit zunehmenden Investitionen zu rechnen ist. Erwartet wird für den gewerblichen Bau eine nominale Umsatzzunahme von 1 %.
Moderat positiv mit +1,5 % wird der öffentlichen Bau prognostiziert, da die Steuereinnahmen der Gebietskörperschaften um weitere 13 Mrd. € auf den neuen Rekordwert von 587 Mrd. € steigen sollen. Der Bund hat den zunehmenden Finanzierungsspielraum bereits genutzt: Die Aufstockung der Investitionen in die Verkehrswege im laufenden Jahr von 600 Mio. € ist ein positives Signal. Bei den Gemeinden ist dagegen - nach dem deutlichen Einbruch im Vorjahr - 2013 nur mit einer Stabilisierung der Bauausgaben zu rechnen.