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Konferenz "Unternehmen in Verantwortung"
"Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen zu fördern ist richtig. Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sind eine Gewinn für alle." So lautete die Eingangsthese der CSR-Konferenz in Berlin, eingeladen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Auswärtigen Amt. Sie sollte Auftakt sein zur Entwicklung einer CSR-Strategie für Deutschland. Am ersten Konferenztag wurde über die soziale und ökologische Dimension der Globalisierung diskutiert.

Am zweiten Konferenztag standen kleine und mittlere Unternehmen als "Motor von gesellschaftlicher Verantwortung" im Mittelpunkt. In seinem Eingangsworten stellte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Schauerte, leicht ironisch fest, er sei froh, dass es seinem Ministerium doch noch gelungen sei, bei diesem Thema dabei zu sein. Er warnte die Konferenzteilnehmer und die Politik davor, mit moralischen Appellen in das Handeln von Bürgern über das gesetzlich notwendige Maß hinaus einzugreifen. Eine permanete Belegung des Themas im politischen Feld führt sonst schnell zu gesetzlichem Zwang. Gerade das Vergaberecht dürfe nicht mit zusätzlichen Regelungen überlastet werden. Dies führe bei Unternehmen, die sich in Not befinden, schnell zur Existenzgefährdung. Und dann gebe es ein Unternehmen weniger, das den örtlichen Sportverein oder die Schule unterstützt. Er könne im Gegenteil, keinen Mangel an unternehmerischer Verantwortung im Mittelstand erkennen.

Ähnlich fasste Dr. Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, die Leistungen des unternehmerischen Mittelstandes in Deutschland zusammen: Die Unternehmen bilden gut aus, helfen den Kindern aus der Nachbarschaft, bezahlen evtl. ein Studium und übernehmen Verantwortung in ihrer Region. Er warnte davor, durch zu viele Regelungen dieses freiwillige Engagement kaputt zu machen. Ein anderes Bild ergebe sich für das Ausland. Wo massives Staatsversagen herrsche, werde die gesellschaftsstabilisierende Wirkung von Unternehmen gebraucht. Er riet davon ab, in Deutschland, mit seinem funktionierenden Gemeinwesen, Moden aus anderen Ländern zu übernehmen.
Wie soziale Verantwortung in Unternehmen gelebt wird, zeigten die Beispiele der anwesenden Unternehmer. Die Geschäftsführerin der Max Früh GmbH & Co. KG, Madelaine Früh, erläuterte anschaulich, wie in ihrem Unternehmen Jugendliche, die gemeinhin als nicht ausbildungsfähig bezeichnet werden, durch viel Engagement zu mehr Selbstbewußtsein und Verantwortlichkeit herangeführt werden, so dass sie mit Ausbildungsende als professionell handelnde Facharbeiter auf anspruchsvollen Baustellen ihren Mann stehen. (ch)

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