“Wir können den Anteil des Massiv-Hauses steigern, wenn wir durch Produktinnovation im Bereich der Vorfertigung von massiven Bauteilen die Kosten senken und die Bauzeiten weiter reduzieren”, so Horchler.
Mit dem Motto “Massiv – innovativ – ökologisch – preiswert: Das Handwerkerhaus der Zukunft” läutete der Vorsitzende des Hochbaugewerbes eine Massiv-Haus-Kampagne ein, zu der er auch die baustoffherstellende Industrie einlud. Eine stärkere Vermarktung, größere Wirtschaftlichkeit und die Betonung von ökologischen Aspekten bei Massivbauten sollen neue Impulse setzen und die Hochbauunternehmer mehr denn je bestärken – auch mit den Gedanken der Kooperation – im zukunftsweisenden Massivbau tätig zu bleiben und ihre Kernkompetenz in diesem Bereich zu behalten. In der Zukunft wird es jedoch darauf ankommen, stärker als bisher vorgefertigte Wand-, Dach-, Decken- sowie Tür- oder Fensterelemente bis hin zu ganzen vorgefertigten Nasszellen einzusetzen. “Das Bild auf der Baustelle wird sich radikal verändern”, so Dieter Horchler. “Wir müssen als Hochbauer diesen Weg mitgehen und als Mittelständler diesen Markt besetzen.” Er sehe es als wichtig an, frühestmöglich auch mit Planern und Architekten zu kooperieren und ein “Bauteam” zu bilden. Insbesondere im immer stärker werdenden Markt “Bauen im Bestand”, sind Leistungen aus einer Hand ein Trend der Zukunft. Dies bedingt, dass alle am Bau Beteiligten weitaus stärker kooperieren. Über 50 % der gesamten Bauinvestitionen gehen heute bereits in die Modernisierung, Sanierung und Umnutzung von Gebäuden, nicht nur im Wohnungsbau, sondern insbesondere im Gewerbebau und Ingenieurbau.
Investitionen im “Bestandsbau” sind ein Wachstumsmarkt, insbesondere auch aufgrund der politischen und öffentlichen Forderungen nach einem nachhaltigen Bauen, so der Vorsitzende des Hochbaugewerbes in Feuchtwangen.