Dupré: Saison-KUG ist voller Erfolg.
Winterarbeitslosigkeit am Bau um 45 % gesunken.
„Auch in der zweiten Schlechtwetterperiode nach Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes hat sich diese gesetzliche Neuregelung spürbar positiv am Arbeitsmarkt ausgewirkt, die Winterarbeitslosigkeit der Bauarbeiter ist erneut deutlich zurückgegangen“, erklärte der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Frank Dupré, unmittelbar nach Vorlage der aktuellen Arbeitsmarktzahlen und einer ZDB-internen Auswertung der Arbeitslosenstatistik für die letzten beiden Schlechtwetterperioden.
Danach war bereits im letzten Jahr die Zahl der in der Schlechtwetterzeit (Dezember bis März) arbeitslos gemeldeten Bauarbeiter um 37 % zurückgegangen. In diesem Jahr haben sich die Beschäftigungsverhältnisse am Bau weiter stabilisiert; der Rückgang der Winterarbeitslosigkeit betrug sogar 45 % gegenüber der letzten Schlechtwetterperiode vor Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes.
„Unsere Aufklärungskampagnen und die unermüdliche Informationsarbeit der baugewerblichen Verbände über die neuen tariflichen und gesetzlichen Instrumente zur Aufrechterhaltung der Beschäftigungsverhältnisse in der Schlechtwetterzeit haben ihre Wirkung offensichtlich nicht verfehlt“, erklärte Dupré erfreut. Erfreut zeigte sich der ZDB auch darüber, dass offenbar sowohl die tariflichen Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Arbeitszeit als auch das gesetzliche Saison-Kurzarbeitergeld nebeneinander genutzt werden, um Auftragslücken und witterungsbedingten Arbeitsausfall in der Schlechtwetterzeit zu überbrücken.
„Die tariflichen Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung sind nach Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes offenbar in höherem Maße genutzt worden als zuvor. Die Zahl der in der Schlechtwetterzeit aufgelösten Guthabenstunden aus Arbeitszeitkonten ist deutlich angestiegen. Das zeigt die hohe Bereitschaft der Arbeitnehmer, Arbeitszeitguthaben für die Schlechtwetterzeit anzusparen“, erklärte Dupré.