Mit einem hervorragenden Ergebnis ist am Samstag, dem 21. April 2007, die Farbe - Ausbau & Fassade 2007 nach viertägigem Messeverlauf zu Ende gegangen. Rund 55.000 Fachbesucher informierten sich in Köln über das vielfältige Produktangebot der 454 Anbieter aus 23 Ländern. Damit hat die neu konzipierte Veranstaltung ihre Bedeutung als international bedeutendste Ausbaumesse eindrucksvoll unterstrichen. Die Messe, die nach der Zusammenlegung der "Farbe" mit der "Ausbau & Fassade" erstmals in dieser Form stattfand, präsentierte neben den etablierten Bereichen Farben und Lacke, Raumgestaltung, Bautenschutz und Wärmedämmung nun auch die Bereiche Stuck, Putz, Trockenbau, Fliesen und Naturstein.
Neben dem hohen Besucheraufkommen, das zu dicht gefüllten Ständen führte, wurden auch die Qualität und die große Fachkompetenz der Besucher gelobt. So war das Interesse der Fachbesucher an den neu vorgestellten Produkten, die häufig auf neuesten technischen Entwicklungen beruhten, außerordentlich stark. Erfreut zeigten sich zahlreiche Aussteller über den guten internationalen Besuch, der zu vielen Neukontakten führte. Auch mit dem Ordergeschäft waren die Unternehmen sehr zufrieden, weshalb allgemein die Hoffnung geäußert wurde, dass sich der rundum gelungene Messeverlauf und die spürbar gute Stimmung auch positiv auf das Nachmessegeschäft der kommenden Monate auswirken.
Auf großes Interesse stießen auch die zahlreichen Sonderschauen und Wettbewerbe. So war der Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB mit dem Wettbewerb "Phantasiewelten - die Suche nach dem Machbaren" und dem Kunst- und Designwettbewerb "Latente Talente" auf der Messe präsent.
Wettbewerb "Phantasiewelten - die Suche nach dem Machbaren"
Einhergehenden Entwicklungen und Anforderungen der Ausbaubranche planerisch und konzeptionell "offensiv" begegnen, so lautete die Aufgabenstellung des interdisziplinären Gestaltungs- und Realisierungswettbewerbs "Phantasiewelten - die Suche nach dem Machbaren" für Studierende der Fachrichtung Architektur/ Bauwesen und für zukünftige Meisterschüler des Stuckateur-Handwerks. Konkret gefragt wurde, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden? Welche Rolle dabei die uns umgebenden "vier Wände" spielen werden? Oder werden es vielleicht mehr sein? In welche Richtung wird/kann sich der Innenausbau entwickeln? Die Teilnehmer sollten kreative und unkonventionelle Arbeitsweisen aufzeigen und neue Möglichkeiten über die Grenzen des zurzeit Machbaren hinaus im Bereich Stuck-Putz-Trockenbau erkunden - und das im Rahmen einer "permanenten Werkstatt" zwischen Hochschule und Meisterschule. Nützliche Kontakte knüpfen und unzweckmäßige Hierarchien aufbrechen, so lautete denn auch die inoffizielle Aufgabe. Teilgenommen haben die Fachhochschulen Bochum und Rosenheim. Beteiligte Schulen waren die BZB Krefeld, die Beruflichen Schulen Vilshofen, die Bundesfachschule Heilbronn und das Ausbildungszentrum für Stuckateure Leonberg/Rutesheim. "Alle haben gewonnen", verkündete der Vorsitzende des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im ZDB, Jürgen Hilger am 20. April 2007, nachdem im Forum des Bundesverbandes die Beteiligten ihre Arbeiten selbst vorgestellt hatten. Anstelle einzelner Siegerteams wurden alle Gruppen für Leistung und Engagement belohnt.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter den Rubriken "Wettbewerb Phantasiewelten - die Suche nach dem Machbaren" und "Schriften".
Kunst- und Designwettbewerb "Latente Talente"
Der bundesweit ausgeschriebene Kunst- und Designwettbewerb "Latente Talente" richtete sich an Meister- und Berufsschulen bzw. deren Schüler/ innen im Stuckateurhandwerk. Es sollten Kunst- und Gestaltungsgegenstände hergestellt werden, die sich um das Thema "Ausbau & Fassade" drehen. Dabei ging es aber nicht um reine Phantasiegebilde, vielmehr sollten die Exponate für den Wohnungsbau, den Bürobau oder den Objektbau tatsächlich praktisch verwendbar sein. Kreativität und eine eigenständige Arbeitsweise seitens der Schüler sollten mit diesem Wettbewerb gefordert und gefördert werden. Zu den Jurykriterien zählten die Idee an sich, die Form, das Material, der Gebrauch und die Eigenständigkeit in der Umsetzung. In Köln stellten sich dann die Johann-Jakob-Widmann-Schule Heilbronn, die ÜBA Leonberg und das Ausbildungszentrum Assmannshausen mit ihren Exponaten den kritischen Augen von Jury und Publikum. Angesichts der ebenso hochwertigen wie unvergleichbaren Arbeiten fand die Jury die salomonische Lösung: Zu je gleichen Teilen wurden die 6.000 Euro Preisgeld auf die drei beteiligten Ausbildungsstätten verteilt. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter der Rubrik "Wettbewerbe".
"ECOLA - European Conference of Leading Architects - 4. Architekturpreis Putz"
Im Rahmen seiner Wanderausstellung waren der Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB und die Sto AG mit den besten Prämierungen der "ECOLA - European Conference of Leading Architects - 4. Architekturpreis Putz" in Köln vertreten. Insgesamt 142 Arbeiten wurden zum 4. Architekturpreis Putz eingereicht. Die Jury aus internationalen Anwendern und Herstellern bewertete in drei Kategorien. 1. Kategorie: Sanierung/ Umnutzung/ Denkmalschutz. 2. Kategorie: Schwarzbrot-Architektur. 3. Kategorie: Neubau. Kriterien der Bewertung waren die Architektur und Gestaltungsqualität, der Materialeinsatz Putz, das Raumkonzept und die Raumatmosphäre, die Funktionalität, Nutzungsflexibilität, Ergonomie und die technische Umsetzung und Ressourcen schonende Bauweisen.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter der Rubrik "Wettbewerbe".