Monatlicher Konjunkturbericht auf Basis einer Unternehmensbefragung.
Ein schneller und stets aktueller Überblick zur Lage am Bau.
November 2009
Erwartungen bleiben verhalten
Das Meinungsbild zur Geschäftslage hat sich in den alten Ländern zum Wohnungsbau und gewerblichen Bau verfestigt .Die Lage in diesen Sparten wird ganz überwiegend als unbefriedigend eingeschätzt. Die Lage wird im öffentlichen Hochbau und Straßenbau schlechter eingeschätzt, als im Vormonat. Die Anzahl der Meldungen zum Urteil „unbefriedigend“ hat zugenommen. Einzig im sonstigen Tiefbau halten sich die eher positiven Beurteilungen. In den neuen Ländern haben sich demgegenüber die Eischätzungen zum Wohnungs- und Wirtschaftsbau verbessert. Hier überwiegt die Beurteilung mit „befriedigend“. Im öffentlichen Bereich halten sich die Einschätzungen bei diesem Niveau.
Die Meldungen zur Ordertätigkeit stehen in den alten Ländern zum öffentlichen Bau weiter aufgerichtet. Im Wirtschaftsbau haben rückläufige Meldungen abgenommen. Im Wohnungsbau bleiben die Auftragseingänge überwiegend rückläufig. Dies gilt auch für die neuen Länder. Im Gewerbebau und öffentliche Bau bleibt die Nachfrage hier demgegenüber unverändert.
Die Bautätigkeit wird in allen Sparten in den neuen und alten Ländern als gegenüber dem Vormonat „unverändert“ eingeschätzt.
Zum Beschäftigtenniveau wird in den alten Ländern öfter über Stellenabbau berichtet, als im Vormonat. In den neuen Ländern bleiben Änderungen aus.
Die Auftragsbestände zeigen sich im Hochbau gegenüber dem Vormonat in den Regionen der alten Länder rückläufig. Die Auftragsreichweite liegt in den alten Ländern bei 1,9 Monaten (Vormonat 2,1 Monate) und in den neuen Ländern stabil bei 2,5 Monaten.
Für den Tiefbau melden die alten und neuen Länder deutliche Rückgänge. Die Auftragsreichweite liegt in den alten Ländern bei 1,7 Monaten (Vormonat 2,1 Monate) und in den neuen Ländern bei 1,2 Monaten (Vormonat 1,7 Monate). In den neuen Ländern setzte sich damit der Rückgang seit August weiter fort.
Die Geräteauslastung wird in den alten Ländern im Bereich Hochbau nahezu unverändert bei 60% gemeldet. Dabei ist die Auslastung im Norden geringer als im Süden und Westen. In den neuen Ländern wird demgegenüber eine höhere Auslastung als im Vormonat gemeldet. Hier werden jetzt 64% erreicht. Im Tiefbau ist die Auslastung in den alten Ländern mit 63% etwas niedriger ausgefallen als im Vormonat. In den neuen Ländern wird dieser Wert ebenfalls erreicht, eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat.
Zu den Baupreisen wird ganz überwiegend von unveränderten Preisen berichtet. Meldungen über steigende Preise blieben weiter bundesweit aus. Teilweise rückläufige Preise wurden aus den alten Ländern gemeldet. Damit gibt es bei der Preisentwicklung seit Monaten in den Sparten kaum Bewegung.
Die kurzfristigen Erwartungen sind für die nächsten drei Monate zur Geschäfts-, Auftrags- und Preisentwicklung in den alten und neuen Ländern überwiegend unverändert bis abnehmend charakterisiert worden. Belebungen, gar durchgreifender Natur, werden nicht erwartet. Offensichtlich kompensieren sich positive Erwartungen zum öffentlichen Bau mit denen zum Wohnungs- und Wirtschaftsbau.
Ersatzbeschaffungen bestimmen weiter klar das Bild bei der Investitionstätigkeit. Aus den alten Ländern wird auch über Rationalisierungsinvestitionen berichtet.
Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber prägen nach wie vor das Bild bei den Behinderung der Bautätigkeit. Meldungen über Facharbeitermangel und Finanzierungsschwierigkeiten folgen mit Abstand.