Bundesleistungswettbewerb 2013: Stuckateure

Deutscher Meister der Stuckateure ist der 22jährige Marc Armbrüster aus Baienfurt (Baden-Württemberg). Die Silbermedaille geht an Robin Scherer (18) aus Burgbernheim (Bayern). Bronze erringt Alexander Borelbach (21) aus Orsfeld (Rheinland-Pfalz).

„Ich habe gehofft, hier zu gewinnen. Aber ich war mir alles andere als sicher. Der Zeitdruck war ganz erheblich, gerade beim Endspurt. Aber jetzt fühle ich mich sehr gut“, so der Deutsche Meister Marc Armbrüster nach der Siegerehrung. Er wurde beim Stuckateurbetrieb Thomas Gessler in Meckenbeuren ausgebildet. „Fühlt sich gut an“, so die Worte des Silbermedaillengewinners Robin Scherer, „allerdings würde ich jetzt vieles anders und besser machen. Aber auch das zu wissen, ist eine tolle Erfahrung“. Er hat seine Lehrzeit bei Müller & Scherer und Co. in Burgbernheim verbracht. Nicht ganz so zufrieden war trotz der Bronzemedaille Alexander Borelbach. Der bei Bins Verputz und Stuck GmbH in Badem ausgebildete Geselle meinte, dass es für ihn hätte besser laufen können. „Gerade am Anfang habe ich viel Zeit verloren, die mir am Ende gefehlt hat!“.

Die Stuckateure hatten einen Lampenkörper zu erstellen. Dabei waren Elemente des Trockenbaus anzuwenden, die durch klassische Stuckarbeiten ergänzt wurden. Durch die zu ziehenden Stuckprofile sollte mit dieser Aufgabenkombination auch der künstlerisch-kreative Bereich dieses Handwerks gezeigt werden.

„Heute sind alle Gewinner. Sowohl diejenigen, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, als auch diejenigen, die heute Medaillen gewonnen haben. Der deutsche Bau-Nachwuchs ist bestens ausgebildet und für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.“ Erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband Deutsches Baugewerbe, zum Abschluss der Wettbewerbe.

„Grundlage für den Erfolg ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird. Insgesamt investiert die Branche ca. 600 Mio. Euro in die Ausbildung ihrer zukünftigen Facharbeiter. Um dieses System werden wir weltweit beneidet. Und dennoch ist es in Gefahr!“ Erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, und fügte hinzu: „Wer die Meisterpflicht abschafft, schafft die Grundlage jeglicher Ausbildung ab. Langfristig werden qualifizierte Meister fehlen, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können.“

Sponsoren des 62. Bundesleistungswettbewerb waren folgende Unternehmen und Institutionen: BG BAU, Stabila und SOKA-BAU.